Die Corona-Entschädigungen haben bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA) eine Flut von Anfragen ausgelöst.
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Die Stadt Zürich. - Keystone

Die Corona-Entschädigungen haben bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA) eine Flut von Anfragen ausgelöst. Bis Ende 2020 gingen über 54'000 Anmeldungen ein und es wurden 345 Millionen Franken ausbezahlt.

Von den Selbständigerwerbenden, die ihre AHV-Beiträge über die Ausgleichskasse des Kantons Zürich abrechnen, hatte jeder Fünfte Anspruch auf Corona-Entschädigung, wie die SVA am Mittwoch mitteilte.

Am häufigsten wurden bei der Anmeldung die angeordnete Betriebsschliessung geltend gemacht, wie es im Jahresbericht heisst. 10'774 Selbständigerwerbende waren deshalb leistungsberechtigt. Bei 9386 kam die Härtefallregelung zum Tragen. Wegen des Veranstaltungsverbots für die Kulturschaffenden erhielten 2294 Selbständigerwerbende Unterstützung.

Die erste Auszahlung der Corona-Entschädigung war auch für viele mit Leistungsanspruch eine Ernüchterung, wie es im Jahresbericht heisst. Sie hatten mit höheren Beträgen gerechnet und waren enttäuscht.

Seit Mitte September 2020 handelt es sich bei der Corona-Entschädigung um eine ordentliche Erwerbsersatz-Leistung. Für das bis dahin geltende Notrecht genügte eine einmalige Anmeldung. Nun muss nach jedem Monat ein neuer Antrag gestellt werden.

Dies führt zu einem höheren Verwaltungsaufwand und sorgt für Unmut bei den Kunden, wie die SVA schreibt. Der SVA Zürich sind fast 58'000 Selbständigerwerbende angeschlossen.

Auch weiterhin ist der Unterstützungsbedarf gross. So gehen im Durchschnitt täglich fast 600 Anmeldungen ein.

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