Uster modernisiert Subventionen für Kinderbetreuung
Die Stadt Uster passt das Subventionsmodell an neue Bedürfnisse an. Mehr Plätze, mehr Auswahl und gezielte Entlastung für Familien sind vorgesehen.

Wie die Stadt Uster mitteilt, passt die Stadt das Subventionierungsmodell den heutigen Realitäten an. Das bisherige System stammt aus den Anfängen der familienergänzenden Betreuung und war stark auf vereinsgeführte Einrichtungen ausgerichtet.
Seither haben sich Angebot, Trägerschaften und Bedürfnisse der Familien wesentlich verändert, die Bevölkerung ist gewachsen. Mit der Modernisierung trägt die Stadt dieser Entwicklung Rechnung.
Neues Modell ermöglicht Ausbau des Angebots
Kern des neuen Modells ist die Öffnung des Systems: Grundsätzlich können alle, die eine Betreuung bereitstellen, einen Leistungskontrakt mit der Stadt abschliessen. Damit stehen mehr subventionierte Plätze zur Verfügung, Eltern erhalten eine grössere Auswahl und alle Angebote werden gleichbehandelt.
Zudem legt der Stadtrat neu einen einheitlichen maximalen Gemeindebeitrag fest. Die bisherige, jährlich für jede Kita separat vorgenommene Tariffestlegung entfällt.
Die Betreuungsangebote erhalten mehr wirtschaftliche Freiheit und Handlungsspielraum für spezifische Angebote. Ziel ist es, in Uster genügend subventionierte Betreuungsplätze sicherzustellen, damit jede Familie frei entscheiden kann, wie viel sie arbeiten möchte.
Gezielte Entlastung für Familien mit tiefem Einkommen und Alleinerziehende
Besonders profitieren Familien mit tiefem Einkommen und Alleinerziehende. Sie werden gezielt stärker entlastet. Gleichzeitig wird das Angebot an subventionierten Plätzen ausgebaut, um den Bedarf zu decken.
Finanziell sieht die Weisung eine Erhöhung der städtischen Beiträge von 2 Millionen auf 2,63 Millionen Franken pro Jahr vor, um die Reform zu ermöglichen und die Angebotsausweitung zu sichern.
Die Stimmbevölkerung entscheidet abschliessend über das neue Modell
Der Stadtrat hat die Weisung an den Gemeinderat überwiesen. Nach der Beratung in den zuständigen Kommissionen und im Gemeinderat entscheidet die Ustermer Stimmbevölkerung über die künftige Ausgestaltung der familienergänzenden Betreuung in der Stadt.
Die Abstimmung wird voraussichtlich Frühjahr 2026 erfolgen. Wird die Vorlage angenommen, kann das neue Modell ab Sommer 2026 eingeführt werden.