Calida konnte sich mit Online-Umsatz über Wasser halten
Calida machte im Jahr 2020 deutlich weniger Umsatz und somit auch weniger Gewinn. Durch den Online-Handel konnte sich das Bekleidungsunternehmen retten.

Das Bekleidungsunternehmen Calida wurde von der Pandemie stark getroffen und musste einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen. Die Erwartungen von Analysten konnten sie aber dennoch mit einer drastischen Steigerung der online verkauften Kleidern übertreffen.
Um ganze 10,6 Prozent sank der Umsatz von Calida, welcher im Jahr 2020 noch 332,7 Millionen Franken betrug. Dies teilte das Unternehmen laut dem «Willisauer Bote» am Freitag mit. Trotz grossen Verlusten in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres konnte Calida damit einen Ertrag von 13,2 Millionen Franken melden.
Dennoch ist dieser Betrag 44 Prozent tiefer als im Jahr zuvor. Der Gewinn, welcher im Vorjahr bei 16,6 Millionen Franken lag, blieb bei 5,9 Millionen Franken.
Wachstum von Onlinehandel als Rettung
Nach der Schliessung der Läden im März setzte Calida auf den Onlinehandel. Dieser ist im Jahr 2020 um 56 Prozent gewachsen. Am gesamten Umsatz ergibt sich daraus einen Anteil von 21,7 Prozent. Dieser lag im Vorjahr noch bei 13 Prozent, so der «Willisauer Bote».
Mit Blick auf die Zukunft will Calida das Onlinegeschäft weiter ausbauen. Aber auch im laufenden Jahr werden die Auswirkungen der Coronakrise spürbar bleiben. Der CEO-Wechsel von Reiner Pichler zu Timo Schmidt-Eisenhart soll wie angekündigt am 12. April 2021 stattfinden.