Kanton Luzern: SP fordert Verkaufsverbot für Einweg-Vapes
SP-Kantonsrat Simon Roth verlangt mit einer Motion ein Verkaufsverbot für Einweg-E-Zigaretten im Kanton Luzern. Er stützt sich dabei auf das Walliser Modell.

SP-Kantonsrat Simon Roth verlangt mit einer Motion ein generelles Verkaufsverbot von Einweg-E-Zigaretten («Puff Bars») im Kanton Luzern. Der Vorstoss stützt sich auf das vom Bundesgericht bestätigte Walliser Modell und begründet das Verbot mit dem Schutz der Gesundheit und der Umwelt.
Mit tiefen Preisen, bunten Verpackungen und süssen Aromen zielen Einweg-Vapes gezielt auf Jugendliche. Fast 30 Prozent der Minderjährigen vapen bereits mit steigender Tendenz, trotz Verkaufsverbot an unter 18-Jährige. Hinzu kommt ein Umweltproblem: Millionenfach landen die Geräte samt Lithiumbatterie im Abfall statt im Recycling.
Im Juli 2026 hat das Bundesgericht das Walliser Verbot geschützt. Damit ist der Weg für die Kantone frei. Wallis, Jura und Genf haben Einweg-Vapes bereits verboten, EU-weit gilt ab Ende 2026 ein Verkaufsverbot.
Auf nationaler Ebene wurde ein Vorstoss überwiesen, der ein Verbot fordert. Wann dieser aber umgesetzt wird, ist völlig ungewiss.
«Auf ein Verbot des Bundes zu warten, wäre angesichts des jahrelangen Trauerspiels um das Tabakproduktegesetz fahrlässig. Luzern soll jetzt handeln», sagt Simon Roth.










