Per 2025 werden die drei Regionalen Arbeitsvermittlungszentren Luzern, Emmen und Pilatus am neuen Standort in Kriens zusammengeführt.
Gemeindehaus Römerswil.
Gemeindehaus Römerswil. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Gemeinde Römerswil berichtet, werden drei der fünf Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) des Kantons Luzern im Jahr 2025 am neuen Standort von WAS Wirtschaft Arbeit Soziales in Kriens zusammengeführt. Die fortschreitende Digitalisierung, die Erfahrungen aus dem Homeoffice sowie die Optimierung von Arbeitsabläufen machen dies möglich.

Die beiden RAV Wolhusen und RAV Sursee bleiben an ihren bestehenden regionalen Standorten. Die heutige Organisation und die geografische Zuständigkeit der RAV im Kanton Luzern stammen aus dem Jahr 1996. Seither hat sich viel verändert, wie zum Beispiel jüngst der Wegfall der Gemeindearbeitsämter.

Arbeitsplätze bleiben erhalten

Im Auftrag von WAS-Verwaltungsratspräsident und Regierungsrat Guido Graf hat eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Martin Bucherer, Leiter WAS wira Luzern, die Realisierbarkeit der organisatorischen Zusammenführung der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) geprüft.

Dazu Regierungsrat Guido Graf: «Die Arbeitsgruppe hat aufgrund ihrer Analysen die Zusammenführung der drei RAV Emmen, Luzern und Pilatus in das neue WAS-Gebäude in Kriens beantragt. Dazu sind nun die rechtlichen, prozessualen sowie die organisatorischen Umsetzungen sicherzustellen.»

Bisher sind die Stellensuchenden aus der Stadt Luzern und den Agglomerationsgemeinden den Standorten in Luzern und Emmenbrücke zugewiesen. Seit Januar 2021 befinden sich das RAV Pilatus und das RAV Emmen in Emmenbrücke im selben Gebäude.

Auf 2025 wird nun der nächste Schritt gemacht und die drei RAV Emmen, Luzern und Pilatus räumlich vereint. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten. Die Standorte in Sursee und Wolhusen bleiben wie bisher bestehen. Sie decken das Angebot für einen grossen Teil der Luzerner Landschaft ab.

Schnelle Entwicklung der Digitalisierung, auch durch COVID-19-Pandemie

Aufgrund der Restriktionen der COVID-19-Pandemie mussten die Beratungsprozesse der RAV angepasst werden. Die physischen Kundenkontakte wurden reduziert und durch digitale Kontakte ersetzt.

Daraus resultierte ein hybrider Beratungsprozess, der persönliche Treffen wie auch digitale Elemente enthält. Diese Stossrichtung ist nicht neu, wurde durch die Pandemie jedoch kurzfristig umgesetzt und auf breiter Basis erprobt. Die Erfahrungswerte sind positiv und bestärken die Verantwortlichen, den eingeschlagenen Digitalisierungsweg fortzusetzen.

Auch die Direktion für Arbeit des SECO hat Entwicklungsprojekte lanciert, bei welchen die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, wobei die persönliche Beratung weiterhin im Zentrum steht.

Zukünftig erfolgen verschiedene RAV-Kernprozesse wie Anmeldungen, Angebotsvermittlungen und Beratungsgespräche verstärkt auf digitalem Weg. Dadurch entfallen einerseits Reisezeiten für die Klienten.

Anderseits können die Dienstleistungen der RAV zukünftig standortunabhängiger erbracht werden. Dazu sagt Martin Bucherer, Leiter WAS wira Luzern: «Heute erlauben erprobte digitale Mittel kundenfreundliche und zielführende Beratungsprozesse. Eine hohe Qualität der Beratungsdienstleistung ermöglicht die einfachere und raschere Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt

Standort Eichhof West

Voraussichtlich im Jahr 2025 werden mit der Realisierung des gemeinsamen Standorts auf dem Areal «Eichhof West» die Dienstleistungen von WAS Wirtschaft Arbeit Soziales kundenfreundlich unter einem Dach zusammengeführt.

«Von dieser räumlichen Zusammenführung profitieren auch die RAV-Zentren, die organisatorisch WAS wira Luzern angegliedert sind», erklärt Karin Lewis, Bereichsleiterin Arbeitsmarkt WAS wira Luzern.

Dank der Zusammenlegung können die Beratungskapazitäten der drei RAV-Zentren flexibler vorgenommen und die institutionelle Zusammenarbeit, insbesondere die Nähe zu WAS IV, genutzt werden.

Für die Kunden gibt es in Zukunft ein Kompetenzzentrum der Arbeitsvermittlung mit einem modernen Raumkonzept, das auf optimierte Arbeitsabläufe ausgerichtet ist. Aufgrund der intensiveren Flächennutzung und der Synergieeffekte können zudem Mietkosten eingespart werden.

Verordnungsanpassung notwendig

Die geplante Zusammenlegung der drei RAV Emmen, Luzern und Pilatus kann nur umgesetzt werden, wenn der Gesamtregierungsrat den notwendigen Anpassungen in der Verordnung über die Arbeitslosenversicherung und den Arbeitslosenhilfsfonds zustimmt.

Es ist geplant, dass der Regierungsrat das Geschäft voraussichtlich im Dezember 2021 behandelt.

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