Am Donnerstag ist ein Ehepaar in Chur GR Opfer eines Schockanrufs einer falschen Staatsanwaltschaft geworden. Bei sechs weiteren Personen blieb es beim Versuch.
Churwalden
Kantonspolizei Graubünden. (Symbolbild) - Kantonspolizei Graubünden
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Ein ältere Ehepaar wurde am Donnerstag gegen 15 Uhr von einer Frau angerufen, welche angab von einer Staatsanwaltschaft zu sein und im Kontakt mit einem Richter zu stehen. Ihr Sohn habe in Basel einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Untersuchungshaft.

Eine langjährige Gefängnisstrafe könne nur durch die Leistung einer hohen Kaution abgewandt werden. Das eingeschüchterte Ehepaar hob in der Folge Geld bei einer Bank ab und übergab dieses einem unbekannten Mann in der Stadt.

Betrugsmasche: einmal Polizist – einmal Staatsanwalt

Die Betrugsmasche ist immer dieselbe. Unter dem Vorwand, dass ein Verwandter einen schweren Unfall gehabt habe, werden ältere Personen durch angebliche Polizisten oder Mitarbeitende einer Staatsanwaltschaft angerufen.

Dabei wird von den Betrügern die Bezahlung von mehreren zehntausend Franken gefordert. Um zusätzlichen Druck auf die älteren Personen auszuüben, wird das Gespräch mit Geräuschen von weinenden Personen im Hintergrund emotional verstärkt.

Zudem werden die Opfer angewiesen, das Telefongespräch unter keinen Umständen zu unterbrechen. Selbstverständlich ist das alles Lug und Trug.

Vor allem ältere Menschen sollten über diese Betrugsmasche informiert werden

Es gilt, misstrauisch zu sein. Die Polizei verlangt nie telefonisch Bargeld. Solche Anrufe sind sofort zu beenden und die Polizei über die Notrufnummer 117 zu informieren.

Niemals sollten Bargeld oder Wertsachen an eine unbekannte Person übergeben werden. Es gilt sich, Gewissheit zu verschaffen und die Verwandtschaft direkt zu kontaktieren. Ältere Personen im familiären Umfeld sollten über diese Betrugsmasche informiert werden und über das richtige Verhalten bei solchen Anrufen aufgeklärt.

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