Temporäre Ampel soll Engstelle an Via Maistra entschärfen
Wegen der Strassenverengung beim Rutschgebiet Brattas regelt die Gemeinde St. Moritz den Verkehr ab nächster Woche versuchsweise mit einer Lichtsignalanlage.

Wie die Gemeinde St. Moritz informiert, testet sie ab Kalenderwoche 22 während rund drei Monaten eine temporäre, teilgesteuerte Lichtsignalanlage im Bereich Via Maistra/Via Tinus. Ziel ist es, die Verkehrssituation beim verengten Strassenabschnitt infolge des Rutschgebietes Brattas zu verbessern und den öffentlichen Verkehr sicherer durch die Engstelle zu führen.
Aufgrund des Rutschgebietes Brattas hat sich der Strassenabschnitt der Via Maistra zwischen der Plazza dal Mulin und der Kreuzung Via Maistra/Via Tinus in den vergangenen Jahren zunehmend verengt.
Im Begegnungsfall können grössere Fahrzeuge, insbesondere Busse und Lastwagen, nicht mehr problemlos kreuzen. Dies führte wiederholt zu Ausweichmanövern auf die Fussgängerbereiche.
Busse sollen Engpass sicher passieren können
Die Gemeinde St. Moritz sucht seit Längerem nach einer geeigneten Lösung für diese Verkehrssituation. 2025 wurde die Lage durch bauliche Massnahmen bereits entschärft: Der Strassenkorridor wurde so verbreitert, dass Busse und Lastwagen die Engstelle von unten her frühzeitig einsehen und ein Kreuzen besser vermeiden können.
In der Praxis zeigte sich jedoch, dass diese Massnahme noch zu wenig konsequent genutzt wird. Aus diesem Grund startet die Gemeinde nun einen Testbetrieb mit einer temporären, teilgesteuerten Lichtsignalanlage.
Die Anlage wird im Bereich der Kreuzung Via Maistra/Via Tinus installiert und durch den öffentlichen Verkehr ausgelöst. Verlässt ein Bus die Plazza da Scoula in Richtung Celerina, schaltet die Lichtsignalanlage auf Rot.
Dadurch wird der Verkehr aus der Via Tinus und der Via Maistra angehalten, sodass der Bus die Engstelle ohne Gegenverkehr passieren kann. Nach der Durchfahrt schaltet die Anlage wieder auf Grün, und der Verkehr aus der Via Tinus und der Via Maistra kann weiterfliessen.
Gemeinde prüft dauerhafte Einführung
Der Testbetrieb beginnt in der Kalenderwoche 22, voraussichtlich am Dienstag, 26. Mai 2026, und dauert rund drei Monate. Während dieser Zeit werden stichprobenartig Verkehrsdaten erhoben und Erfahrungen gesammelt. Die Auswertung dient der Gemeinde als Grundlage für den Entscheid, ob diese Lösung künftig beibehalten werden soll.









