Kanton Bern: Aline Trede zieht Bilanz nach 100 Tagen im Amt
Regierungsrätin Aline Trede zog am Freitag im Kanton Bern erste Bilanz. Sie will den Kindesschutz stärken und die Energiewende raumplanerisch unterstützen.

Seit 100 Tagen steht Regierungsrätin Aline Trede der Direktion für Inneres und Justiz vor. Anlässlich eines Mediengesprächs am 11. September 2026 hat sie eine erste Bilanz gezogen und gab einen Ausblick auf Vorhaben, die sie in der laufenden Legislatur umsetzen will. Sie unterstrich die wichtigen Beiträge der Direktion zur Rechtssicherheit und zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Im Dialog mit der Bevölkerung, den Gemeinden, der Wirtschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren will sie die Energiewende und die Anpassung an den Klimawandel raumplanerisch unterstützen, den Kindesschutz stärken und die Prämienverbilligungen gemäss Bundesvorgaben ausbauen.
«100 Tage sind lange genug, um erste Erfahrungen zu sammeln – und kurz genug, um noch mit einem gewissen Staunen auf das Neue zu schauen», sagte Regierungsrätin Aline Trede am Freitag anlässlich ihres Mediengesprächs zu ihren ersten 100 Tagen im Amt. Die Direktion für Inneres und Justiz (DIJ) ist vielfältig. Ihre Aufgaben reichen von Raumplanung über die Gemeinden zu Fragen in den Bereichen Familie und Jugend, Recht sowie Religion. Das macht ihre Führung anspruchsvoll und spannend.
Aline Trede zeigt auf, wie sie die DIJ wahrnimmt und in die Zukunft führen will.
Dialog, Rechtsstaatlichkeit und Teilhabe
Für Regierungsrätin Trede beschreiben die drei Begriffe «Dialog, Rechtsstaatlichkeit und Teilhabe» die DIJ treffend. Mit ihren Dienstleistungen und den direkten Kontakten mit den Bernerinnen und Bernern steht die DIJ im täglichen Dialog mit Bevölkerung, Gemeinden, Wirtschaft und vielen weiteren Akteurinnen und Akteuren. Es geht um Baugesuche, Planungen, Grundbuchauskünfte und vieles mehr.
Für Regierungsrätin Trede ist deshalb wichtig, dass sich die DIJ als Dienstleisterin versteht, die ihre Aufgabe verständlich und korrekt erfüllt. Dialog bedeutet für die neue Direktorin auch, unterschiedliche Interessen auszuhalten und Lösungen gemeinsam zu entwickeln – dafür braucht es eine differenzierte Diskussion, denn nichts ist einfach schwarz-weiss. In vielen Bereichen trägt die DIJ zu Rechtssicherheit bei, indem sie verlässliche staatliche Rahmenbedingungen schafft.
Dazu zählen etwa die Leistungen des Handelsregisteramts oder der Schuldbetreibungs- und Konkursämter. Mit ihren Förder- und Schutzleistungen für Jugendliche, im Kindes- und Erwachsenenschutz, der Verbilligung der Krankenkassenprämien sowie im Religionsbereich unterstützt die DIJ die Teilhabe und trägt damit massgeblich zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.
Schwerpunkte für die laufende Legislatur
Regierungsrätin Trede hat mit den Amtsleitungen ihrer Direktion die Planung der Legislatur gestartet und gibt einen ersten Einblick in zwölf Schwerpunkte. Dazu gehört die Gesamtrevision des kantonalen Richtplans 2028. Sie soll als Chance für eine klimagerechte Raumentwicklung und die Förderung der Energiewende genutzt werden.
Der einvernehmliche Kindesschutz soll mit einem neuen Steuerungssystem gestärkt werden. Das System der Verbilligung der Krankenkassenprämien muss an neue Bundesvorgaben angepasst werden. Mit der elektronischen Verwaltungsrechtspflege (EVRP) sollen künftig Eingaben und Entscheide sicher elektronisch übermittelt werden können.
Staatliche Ungleichbehandlungen aufgrund der Religionszugehörigkeit sollen analysiert werden, um sie besser zu reduzieren.
Chancen nutzen
Nach den ersten 100 Tagen zieht Aline Trede ein positives Fazit. Sie habe eine Direktion mit engagierten und professionellen Mitarbeitenden kennengelernt, die täglich dafür sorgten, dass das Zusammenleben im Kanton Bern funktioniere. Gleichzeitig habe sie in zahlreichen Gesprächen mit Mitarbeitenden, Gemeinden, Verbänden, Organisationen und weiteren Akteurinnen und Akteuren viel Wissen und Engagement im Kanton erlebt.
Die Komplexität vieler Vorhaben nimmt zu, dieser Herausforderung kann nur gemeinsam begegnet werden.
Die DIJ soll deshalb eine Direktion sein, die zuhört, Chancen erkennt und Herausforderungen anpackt. Eine Direktion, die den Dialog sucht, aber auch Entscheide trifft. Und eine Direktion, die bei allen Veränderungen den Menschen im Blick behält, unsere Gesellschaft eint und jungen Menschen eine Perspektive gibt.
Das neue Motto der DIJ bringt diesen Anspruch auf den Punkt: Offen, verlässlich, chancenorientiert. Denn: «Dialog schafft Vertrauen. Recht schafft Sicherheit. Und Chancen schaffen Zukunft», sagte Aline Trede zum Abschluss ihres Mediengesprächs.











