Kanton Bern: Sechs Kurzfilme zeigen innovative Berner Schulen

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Rund 300 Personen aus dem Bildungsbereich haben am 10. September in Bern die Premiere der «Good Practice»-Filme besucht. Sie zeigen sechs Berner Schulen.

Rund 300 Personen aus dem Bildungsbereich haben in Bern die Filmpremiere von «Good Practice» besucht. Die sechs Kurzfilme zeigen Beispiele guter Schul- und Unterrichtspraxis und sollen Lehrpersonen sowie Schulleitende dazu anregen, eigene Ideen anzugehen und umzusetzen.

Die Bildungs- und Kulturdirektion hat in diesem Jahr sechs innovative Praxisbeispiele aus Berner Schulen filmisch dokumentiert. Am 10. September 2026 wurden die Filme im Kino Pathé Westside in Bern erstmals öffentlich gezeigt. Rund 300 Lehrpersonen, Schulleitungen und weitere Gäste folgten der Einladung.

Neben den Filmvorführungen bot der Anlass Gelegenheit, mit den Protagonistinnen und Protagonisten ins Gespräch zu kommen. Nach der Begrüssung durch den Bildungs- und Kulturdirektor Reto Müller standen inspirierende Konzepte und Projekte aus allen Teilen des Kantons Bern im Mittelpunkt. Der Regierungsrat zeigte sich beeindruckt: «Die in den Filmen vorgestellten Beispiele zeugen von der Innovationskraft der Berner Schulen.»

Ausserdem würden sie veranschaulichen, mit wie viel Herzblut die Lehrpersonen arbeiten, so der Bildungsdirektor weiter: «Ich danke allen Schulen, die sich bereiterklärt haben, sich über die Schulter blicken zu lassen.»

Vielfältige Beispiele aus dem ganzen Kanton

Die sechs Filme entstanden auf allen Schulstufen, von der Primar- bis zur Berufsfachschule. Sie zeigen unterschiedliche Formen innovativer Schul- und Unterrichtspraxis:

Im «Heldentraining» wird positives Verhalten gefördert, Konflikte werden gemeinsam gelöst und das Vertrauen innerhalb der Klasse gestärkt. Ein Konzept aus den Niederlanden, das die Schule Hasliberg als erste Schule im Kanton Bern eingeführt hat.

Am Berufs- und Weiterbildungszentrum Lyss sind die Logistiklernenden selbständig unterwegs, können Lerninhalte frei wählen und erhalten die Möglichkeit, die «4K»-Kompetenzen (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken) zu üben.

In vielfältiger Weise offene Klassen ermöglichen eine immer wieder neue Durchmischung. Viel Unterricht, der draussen stattfindet und Zimmertüren, die offen bleiben.

Orpund: Vielfältige Schul-Inseln mit diversen Angeboten schaffen für die Schülerinnen und Schüler wertvolle Lerngelegenheiten und stärken ihre fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen.

Die Logopädinnen bieten in den Kindergärten wöchentliche Lektionen zur Sprachförderung für die gesamte Klasse an.

«Good Practice»-Filme bereits im zwölften Jahr

Die Bildungs- und Kulturdirektion realisiert seit 2014 filmische «Good Practice»-Beispiele unter dem Label «Pädagogischer Dialog». Dieser wurde gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Bern (PHBern), Bildung Bern sowie dem Berufsverband Schulleitungen Bern und weiteren Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Berner Schulen stetig weiterentwickelt. Mittlerweile umfasst die Reihe mehr als 70 Kurzfilme über spannende Beispiele an Berner Schulen.

Nach der Premiere werden die Filme auf der Webseite Pädagogischer Dialog veröffentlicht und an Vertiefungsabenden vorgestellt. Zudem werden sie sowohl an pädagogischen Konferenzen als auch in der Lehrpersonenausbildung an der PHBern eingesetzt. Im Rahmen des «Pädagogischen Dialogs» entsteht zudem jährlich eine Liste mit inspirierenden Beispielen zu Schul- und Unterrichtsentwicklung. Diese soll den Austausch unter den Schulen fördern.

Gemeindehaus. (Symbolbild)
Gemeindehaus. (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

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