SVP: Kritik an Andreas Glarner nach schwachem Wahlergebnis

    Keystone-SDA
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    Aarau,

    Die Aargauer SVP verzeichnet bei den Kommunalwahlen schwache Wahlergebnisse. Nun gibt es intern Kritik am Kantonalpräsidenten Andreas Glarner.

    svp glarner
    Der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner will kandidieren. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Aargauer SVP wird von den eigenen Reihen kritisiert.
    • Der ehemalige Parteipräsident Mathys sagt, dass die Partei keine Basisarbeit leiste.
    • Zudem sei die Tonalität von Andreas Glarner nicht gut.

    In der Aargauer SVP wird nach Wahlniederlagen bei den Kommunalwahlen interne Kritik am Kantonalpräsidenten und Nationalrat Andreas Glarner laut. Es geht um den Politstil und weniger um Inhalte. Die Diskussionen sind nicht neu.

    Die Partei leiste keine Basisarbeit mehr, sagte der ehemalige Parteipräsident und alt Nationalrat Hans Ulrich Mathys der «Aargauer Zeitung». «Stattdessen wird noch plakativ über Facebook medienwirksam gepoltert.»

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    Der Aarauer Stadtrat. Stehend (v.l.): Stefan Berner, Daniel Siegenthaler, Franziska Graf, Hanspeter Hilfiker, Hanspeter Thür, Suzanne Marclay-Merz und Daniel Roth. Sitzend (v.l.): Werner Schib und Angelica Cavegn Leitner. - z.V.g.

    Die Tonalität von Glarner «sei nicht gut». Die Ortsparteien warteten nicht auf ihn und seine Ratschläge. «Glarner zerstört unsere Partei», sagte Mathys. Die Aufrechten müssten aufstehen und eine Kurskorrektur verlangen.

    SVP Glarner weist seine Schuld zurück

    Parteipräsident Glarner führt die Verluste darauf zurück, dass es in den Städten einen Linksrutsch gegeben habe. Die SVP habe zum Teil schlicht keinen Wahlkampf geführt, sagte Glarner im Aargauer Regionalsender Tele M1. Es habe auch ungünstige Konstellationen gegeben, einen Trend zu Parteilosen und insgesamt zu Linksgrün.

    Wer jetzt jammere, habe in der Regel die Arbeit nicht gemacht. Einen Rücktritt vom Amt als Parteipräsidenten schliesst Glarner aus. Das machte er im Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF klar. Die Verluste in den Städten hätten «nichts mit Glarner oder nicht Glarner zu tun».

    Sitz im Stadtrat nicht zurückerobert

    Bei den Wahlen schaffte es die stärkste Partei nicht, in Aarau den Sitz im Stadtrat zurückzuerobern. Zuvor misslang das bereits in Zofingen.

    In Lenzburg flog die SVP aus dem Stadtrat, und in Baden trat die SVP nicht an. Die Partei hat auf kommunaler Ebene Mühe, Kandidierende zu finden, die ausserhalb der eigenen Reihen Unterstützung finden.

    Bei den Wahlen der Einwohnerräte (Parlament) verlor die SVP am Wochenende Sitze, unter anderem in Wettingen, Zofingen und Baden. Auch FDP und Die Mitte mussten Verluste einstecken. Vor allem Grüne und GLP legten zu.

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