Infolge grosser Einbussen wegen der Corona-Krise muss die Lufthansa-Tochter Eurowings die Kosten senken. In der Verwaltung werden nun 300 Stellen gestrichen.
München Eurowings
Eine Eurowings-Maschine in München. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lufthansa-Tochter Eurowings erleidet wegen der Corona-Krise hohe Einbussen.
  • Sie will nun Kosten senken und ihre Muttergesellschaft finanziell unterstützen.
  • In der Verwaltung von Eurowings werden deswegen 300 Stellen gestrichen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings will wegen der Flaute im Zuge der Coronakrise etwa jeden dritten Arbeitsplatz in der Verwaltung abbauen. «Wir haben in der Verwaltung rund 1000 Stellen und davon werden wir rund 300 streichen». Dies sagte Eurowings-Chef Jens Bischof am Montagabend in der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf.

Eurowings wolle die Kosten senken und der Muttergesellschaft helfen, das neun Milliarden Euro Rettungspaket möglichst schnell zurück zu zahlen. Das Rettungspaket erhielt Lufthansa in Vereinbarung mit der Bundesregierung.

Stellenabbau
300 Stellen sollen gestrichen werden. - pixabay

Insgesamt beschäftigt der Billigflieger etwa 4000 Mitarbeiter. Zahlen für einen Jobabbau in anderen Bereichen nannte Bischof nicht. «Im Flugbetrieb kommt es auf die Konzepte an, die wir mit unseren Sozialpartnern erreichen. Gerade auch, was die mögliche Aufteilung der Kollegen der Germanwings auf die Lufthansa und die Eurowings betrifft.»

Eurowings erleidet starke Einbussen wegen Corona

Der Manager verwies dabei auf Prognosen. Es könne bis 2023 dauern, ehe die Branche wieder das Niveau von 2019 erreichen wird. Daher werde Eurowings auch seine Flotte verkleinern.

«Wir werden voraussichtlich statt den 2019 geflogenen 139 Flugzeugen 2021 perspektivisch nur gut 90 Flugzeuge in der Luft haben. Natürlich hängt das jetzt von einigen Prognosen und natürlich auch von den Reisebeschränkungen und dem Nachfragedruck ab.»

Eurowings
Die Lufthansa-Tochter Eurowings beschäftigt etwa 4000 Mitarbeiter. - AFP

Eurowings hat wie die gesamte Branche starke Einbussen durch die Folgen der Coronakrise. Normalerweise habe Eurowings 70'000 bis 80'000 Fluggäste pro Tag, berichtete Bischof. Den Tiefpunkt habe die Airline im April mit 1000 Fluggästen am Tag gesehen.

«Wir haben im April Umsatzeinbussen von 95 Prozent gehabt und konnten unsere Kosten um knapp 70 Prozent reduzieren. So flossen am Tag noch immer knapp zwei Millionen bei Eurowings alleine aus der Kasse, die wir nicht kompensieren konnten.»

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