Panne in Berlin – falscher Name auf Millionen Stimmzetteln
Vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl sorgt eine Panne für Aufsehen. Ein Kandidatenname steht auf rund vier Millionen Stimmzetteln falsch.

Vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September hat Berlin bereits die erste Panne hinter sich, berichtet «T-Online».
Bei einem Listenkandidaten der Partei Die Urbane wurde der Nachname mit dem zweiten Vornamen vertauscht. Der Fehler fiel trotz eines mehrstufigen Qualitätssicherungsverfahrens nicht auf.
Neu gedruckt werden die knapp vier Millionen Berliner Stimmzettel jedoch nicht, berichtet die «Berliner Zeitung». Das Landeswahlamt habe sich mit der betroffenen Partei darauf geeinigt, den fehlerhaften Namen auf dem Zettel zu belassen.
Keine rechtlichen Konsequenzen durch die Panne
Eine rechtliche Prüfung ergab laut Landeswahlleiter Bröchler, dass die Chancengleichheit der Partei dadurch nicht beeinträchtigt werde, berichtet der «Nordkurier». Der Kandidat sei weiterhin eindeutig erkennbar, und der Wählerwille werde durch die Verwechslung nicht beeinflusst, so Bröchler.
Die Abstimmung findet wenige Wochen nach Bekanntwerden dieser Panne statt, wie «T-Online» berichtet. Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) tritt nach Kritik wegen seines Krisenmanagements beim Blackout zu Jahresbeginn nicht mehr an.
Aktuelle Umfragen sehen Linke und CDU Kopf an Kopf, gefolgt von AfD, Grünen und SPD. FDP und BSW dürften nach aktuellem Stand den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.
Erinnerungen an die Pannenserie
Die Berliner Wahl 2021 musste wegen zahlreicher Unregelmässigkeiten wiederholt werden.

Stimmzettel wurden knapp, Warteschlangen vor Wahllokalen bildeten sich. Auch weil zeitgleich der Berlin-Marathon stattfand, wie «T-Online» berichtet.
Auch bei der Wiederholungswahl im Februar 2023 blieb Berlin nicht pannenfrei. Laut der «taz» tauchten in den vorläufigen Ergebnissen in mehreren Bezirken mehr abgegebene Stimmen auf als registrierte Wählende.












