Coronavirus

    Viele KMU sehen hohe Konkursgefahr und deutliche Umsatzeinbrüche

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Coronavirus-Lockdown in der Schweiz geht vielen KMU an die Substanz. Eine Umfrage zeigt, wie gravierend die Folgen des Virus für Unternehmen sind.

    KMU Schweiz
    Ein Fünftel der befragten Firmen wolle sich stärker auf den heimischen Markt konzentrieren. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Coronavirus-Pandemie setzt viele Schweizer KMU unter Druck.
    • 43 Prozent der bei einer Umfrage befragten Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet.
    • 46 Prozent der KMU erachten es als wahrscheinlich, dass sie Konkurs anmelden müssen.

    Der wegen Covid-19 verordnete Lockdown geht vielen Schweizer KMU an die Substanz. Laut einer Umfrage hat fast die Hälfte der befragten Unternehmen Kurzarbeit beantragt beziehungsweise erachtet einen Konkurs als wahrscheinlich, wenn die Massnahmen noch länger anhalten.

    Ein Viertel der KMU schätzt die eigenen Umsatzeinbrüche auf mindestens 50 Prozent. Dies schreiben der Schweizerische KMU Verband (SKV) und Generali Schweiz in einer Mitteilung vom Montag.

    Kurzarbeit, Überbrückungskredite und Entlassungen

    Demnach haben die Unternehmen teils drastische Massnahmen ergriffen. 43 Prozent haben geantwortet, dass sie Kurzarbeit für die Mitarbeitenden angemeldet haben. 32 Prozent haben beim Bund einen Überbrückungskredit beantragt. 7 Prozent mussten angesichts der Situation gar Kündigungen aussprechen.

    Auch die Wahrscheinlichkeit eines Konkurses wird als real eingeschätzt: 46 Prozent der KMU erachten es als wahrscheinlich, dass sie Konkurs anmelden müssen, wenn die Lage sich nicht lockert.

    KMU Coronavirus
    Viele Restaurants setzen während der Coronavirus-Krise auf einen Lieferdienst- oder Take-away-Angebot. - Keystone

    Die Unternehmen würden versuchen, sich auf die Lage einzustellen. Ein Viertel der Befragten habe Angebot, Service oder Produkte bereits angepasst. Für 58 Prozent sei dies aber noch «kein Thema» gewesen. Zu den Änderungen zählen etwa Onlineberatung, E-Commerce, Lieferservice oder ein Take-away-Angebot.

    Die Umfrage wurde zwischen dem 3. und 17. April bei Mitgliedern und Kunden durchgeführt. 716 KMU haben an der Umfrage teilgenommen.

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