USA verhängen hohe Pharma-Zölle - 15-Prozent-Satz für die Schweiz
Donald Trump verkündet Zölle von bis zu 100 Prozent auf patentierte Medikamente. Für die Schweiz gilt der tiefere Satz von 15 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump kündigt Zölle von 100 Prozent auf patentgeschützte Medikamente an.
- Damit will er die inländische Produktion ankurbeln.
- Für Länder mit Handelsabkommen, darunter die Schweiz, gelten tiefere Zölle.
US-Präsident Donald Trump hat für die Einfuhr patentgeschützter Medikamente in die USA Zölle von bis zu 100 Prozent angekündigt. Für Schweizer Pharmaexporte soll ein Zollsatz von 15 Prozent laut einem am Donnerstag vom Weissen Haus veröffentlichten Dekret gelten.
Trump habe Zölle von bis zu 100 Prozent auf patentierte Arzneimittel und deren Wirkstoffe beschlossen, hiess es in der Mitteilung der US-Regierung. Ziel der Zölle ist es laut dem Weissen Haus, die inländische Produktion zu stärken und Abhängigkeiten von Importen zu reduzieren.

Für Länder mit Handelsvereinbarungen – darunter die Schweiz und Liechtenstein – gelte jedoch der deutlich tiefere Satz von 15 Prozent. Die Massnahmen sollen in 120 Tagen für grosse Unternehmen und in 180 Tagen für kleinere Firmen in Kraft treten. Generika und Biosimilars sind vorerst von den Zöllen ausgenommen.
Unternehmen können die Zölle vermeiden, wenn sie Produktionskapazitäten in den USA aufbauen und Preisvereinbarungen mit den Behörden abschliessen. In diesem Fall entfällt der Zoll bis Anfang 2029.






