Deal zu Quartierzentrum Wittigkofen geplatzt
Die Zukunft des Quartierzentrums Treffpunkt Wittigkofen ist wieder offen. Die RefBernImmo AG und die Evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern haben die Exklusivverhandlungen mit der Stiftung Islamisches Zentrum Bern beendet, wie sie am Donnerstag mitteilten.

Die Stiftung habe die bis Ende März gesetzten Bedingungen nicht erfüllen können. Insbesondere fehlten eine verbindliche Finanzierungszusage sowie die erforderlichen Bewilligungen. Damit entfalle die vereinbarte Exklusivität, hiess es im Communiqué.
Die RefBernImmo AG will nun mit weiteren Interessenten Gespräche aufnehmen, darunter die Überbauungsgenossenschaft Murifeld-Wittigkofen, die Burgergemeinde Bern und die Stadt Bern. Der Verwaltungsrat will bis Ende Mai über das weitere Vorgehen im Verkaufsprozess entscheiden.
Die RefBern Immo AG, die Evangelisch-reformierte Gesamtkirchgemeinde Bern und die Stiftung Islamisches Zentrum Bern hatten im vergangenen September eine Absichtserklärung zum Verkauf und zur künftigen Nutzung des Treffpunkts Wittigkofen unterzeichnet.
Die Rede war von einem neuen Ort der Begegnung, der den «interreligiösen Dialog» stärke und die «religiöse Vielfalt» in der Bern sichtbar mache. Die Stiftung Islamisches Zentrum Bern sollte der Evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde Bern zusichern, langfristig Räume im Erdgeschoss mieten zu können.
Das Vorhaben löste im Quartier Diskussionen aus. Manche Anwohnende befürchteten den Verlust eines neutralen Begegnungsorts sowie Veränderungen im Quartierbild.






