Arbeitsmarkt

    US-Zölle erschüttern Afrika: «Blutbad auf dem Arbeitsmarkt»

    Keystone-SDA
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    Lesotho,

    Afrikanische Länder bereiten sich aufgrund der neuen US-Zölle auf einen wirtschaftlichen Schock vor und äussern Sorge und Empörung.

    US-Präsident Donald Trump
    ChatGPT said: Infolge der neuen US-Zölle bereiten sich afrikanische Länder auf einen wirtschaftlichen Schock vor. (Archivbild) - dpa

    Afrikanische Länder bereiten sich infolge der neuen US-Zölle auf einen wirtschaftlichen Schock vor. Viele Regierungen haben Sorge und Empörung bekundet.

    Der Handelsminister von Lesotho, das mit der höchsten Tarifrate von 50 Prozent belegt wurde, warnte vor einem «Blutbad auf dem Arbeitsmarkt» des 2,3 Millionen-Einwohner-Landes. Die Wirtschaft des kleinen Binnenstaats im südlichen Afrika hängt in hohem Masse vom Export von Textilien und Diamanten in die USA ab.

    «Wir stecken in grossen Schwierigkeiten», sagte Handelsminister Mokhethi Shelile. Er hoffe, Lesotho werde schnellstmöglich mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump-Regierung neu verhandeln können.

    Ähnlich wie in Lesotho gefährden die Strafzölle die Textilindustrien der südostafrikanischen Inselstaaten Mauritius und Madagaskar, deren Zölle auf 40 Prozent und 47 Prozent angehoben wurden. Vertreter beider Regierungen gaben sich zunächst pragmatisch und sagten, sie bemühten sich um bilaterale Neuverhandlungen.

    Südafrika kritisiert neue 30-Prozent-Zölle der USA als Handelshemmnis

    Ebenfalls stark betroffen ist die stärkste Wirtschaftsmacht des Kontinents, Südafrika, deren Regierung sich über den neuen Zollsatz von 30 Prozent entrüstet zeigte. «Einseitig eingeführte Strafzölle sind besorgniserregend und stellen ein Hindernis für den Handel und den gemeinsamen Wohlstand dar», teilte die Präsidentschaft mit. Südafrika führt in grossen Mengen Platin, Gold und Eisen, Fahrzeuge sowie Zitrusfrüchte in die USA aus.

    Zu weiteren afrikanischen Ländern, die besonders von der neuen Zollregelung betroffen sind, gehören Botsuana mit 37 Prozent, Angola mit 32 Prozent, Libyen mit 31 Prozent, Algerien mit 30 Prozent, Tunesien mit 28 Prozent und die Elfenbeinküste mit 21 Prozent.

    Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass die neuen Zölle das Agoa-Handelsabkommen ausser Kraft setzen werden, das aktuell vielen afrikanischen Staaten zollfreien Zugang zum US-Markt gewährt, aber im September ausläuft.

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    Kommentare

    User #5582 (nicht angemeldet)

    Die USA scheinen die ganze Welt finanziert und versorgt zu haben! Nicht nur sicherheits- und demokratietechnisch, sondern auch mit all dem Rest wie Lebensmittel, Wasser, Impfungen, Medikamente, Bildung, Forschung, Arbeitsplätze...! Kein Wunder haben die USA astronomische Schulden, während die eigene Bevölkerung trotz Vollbeschäftigung teilweise sogar ohne Obdach da steht! Die Politiker vor Trump müssten sich jetzt vor Gericht verantworten und die Welt lernen, endlich auf eigenen Beinen zu stehen!

    User #1086 (nicht angemeldet)

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