Inflation

    Steigende Energiepreise treiben deutsche Inflation auf 2,9 Prozent

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Hohe Energiepreise treiben die Teuerung in Deutschland erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat.

    Fürs Tanken und Heizen mussten deutsche Verbraucher im August über 10 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. (Symbolbild)
    Fürs Tanken und Heizen mussten deutsche Verbraucher im August über 10 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/MARCUS BRANDT

    Stärker gestiegen sind die Verbraucherpreise in Europas grösster Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent. «Die mit 2,9 Prozent etwas höhere Inflation im August ist wie in den Vormonaten auf stärker gestiegene Preise für Kraftstoffe und Heizöl zurückzuführen», sagte Silke Tober, Inflationsexpertin des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der arbeitnehmernahen Hans-Böckler-Stiftung.

    Nach dem Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs hatte die Bundesregierung im Mai und Juni für etwas Entlastung gesorgt: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel wurde vorübergehend um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Doch nach dem Auslaufen dieses Tankrabatts sprang die Inflationsrate direkt um 0,5 Punkte auf 2,8 Prozent im Juli nach oben.

    Energiepreise ziehen stark an – Lebensmittel kaum teurer

    Zentraler Preistreiber war auch im August Energie. Fürs Tanken und Heizen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,1 Prozent, in den drei Monaten zuvor waren die Lebensmittelpreise jeweils um 0,4 Prozent gestiegen. Von Juli auf August des laufenden Jahres zogen die Verbraucherpreise den vorläufigen Angaben der Wiesbadener Statistiker zufolge um 0,2 Prozent an.

    Nach Einschätzung der Bundesbank könnte sich das Leben in Deutschland in den nächsten Monaten vorübergehend weiter verteuern. Denn der Iran-Konflikt schwelt weiter, mit der Folge, dass die für den internationalen Energiehandel wichtige Meerenge Strasse von Hormus faktisch blockiert bleibt.

    Autofahrer in Deutschland bekommen das an der Zapfsäule zu spüren. Nach Einschätzung des ADAC könnte 2026 das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden. Und je länger die Energiepreise hoch bleiben, umso grösser die Gefahr, dass auch andere Preise steigen, weil zum Beispiel Transport und Kühlung von Lebensmitteln teurer werden. Dazu kommen die Folgen von Hitze und Trockenheit, die die Ernte schmälern.

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    Kommentare

    User #1642 (nicht angemeldet)

    Wenn man den Kurs berücksichtigt, sind wir in etwa gleich teuer im Sprit, wie in D.

    User #5400 (nicht angemeldet)

    Bei uns steigen die Preise auch ständig. Aber das Gefühl man kehrt es unter den Tisch. An vielen Tankstellen auch schon weit über 2 Franken. Aber Teuerung gleich null

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