Travailsuisse

    Travailsuisse insgesamt zufrieden mit Lohnrunde

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Die Lohnverhandlungen 2023 enden für Travailsuisse zufriedenstellend, doch die Kaufkraft bleibt unter Druck.

    Lohn Travailsuisse
    Der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse bewertete teils deutliche Lohnerhöhungen in Branchen mit tiefen Löhnen positiv. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Travailsuisse ist mit den diesjährigen Lohnverhandlungen insgesamt zufrieden.
    • Für 2024 wird voraussichtlich ein leichter Anstieg der Reallöhne prognostiziert.
    • Diese werden hauptsächlich bei Arbeitsverhältnissen mit Gesamtarbeitsverträgen steigen.

    Der Gewerkschaftsdachverband Travailsuisse beurteilt die diesjährigen Lohnverhandlungen als insgesamt zufriedenstellend. Die Reallöhne dürften 2024 leicht steigen. Allerdings gebe es auch Ausnahmen. Travailsuisse zog am Montag Bilanz über die Lohnrunde.

    Steigende Reallöhne werde es hauptsächlich bei Arbeitsverhältnissen mit Gesamtarbeitsverträgen geben. In der Gesamtwirtschaft dürften die Löhne stagnieren. Insgesamt lägen sie unter dem Niveau, das vor der Pandemie erreicht worden sei.

    Die finanzielle Lage der Haushalte habe sich in den Jahren 2021 bis 2023 verschlechtert wie nie zuvor in 50 Jahren. Das hielt Travailsuisse an der Medienkonferenz fest. In den letzten drei Jahren sollten die Löhne an die neuen Preisrealitäten angepasst werden. Allerdings gab es in der Vergangenheit nie einen vergleichbaren Widerstand seitens der Arbeitgeber.

    Kaufkraft unter Druck

    Positiv bewertete der Gewerkschaftsdachverband teils deutliche Lohnerhöhungen in Branchen mit tiefen Löhnen, beispielsweise bei den Coiffeuren und Coiffeusen. Enttäuscht zeigte sich Travailsuisse vom Scheitern der Verhandlungen im Baugewerbe und beim Bundespersonal. Hier rechnet der Verband mit Reallohnverlusten.

    Im öffentlichen Verkehr konnte ein zufriedenstellender Lohnabschluss erzielt werden. Doch auch hier konnte die Teuerung nicht vollständig ausgeglichen werden, wie Transfair mitteilte.

    Insgesamt würden die Angestellten des Service Public an Kaufkraft verlieren. Transfair bedauert die schlechteren Arbeitsbedingungen bei fehlendem vollständigem Teuerungsausgleich. In den Branchen Post/Logistik und ICT sind die Lohnverhandlungen noch nicht abgeschlossen.

    Die Kaufkraft bleibe wegen Kostensteigerungen bei Mieten, Krankenkassenprämien, Strom und Steuern unter Druck, kritisierte Travailsuisse. Bereits ab dem 1. Januar 2024 könnten neue Kostensteigerungen bevorstehen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Travailsuisse Erschöpfung Stress Arbeitsplatz
    18 Interaktionen
    Am Arbeitsplatz
    5 Interaktionen
    Lohndiskriminierung
    aargauer unternehmen
    28 Interaktionen
    Reallöhne sinken

    MEHR TRAVAILSUISSE

    travail suisse
    5 Interaktionen
    Bern
    KOF Löhne
    51 Interaktionen
    Steigende Kosten
    Schweiz EU
    65 Interaktionen
    Lohnschutz
    Gastro
    20 Interaktionen
    Für 2026

    MEHR AUS STADT BERN

    frau schreibt Prüfung
    1 Interaktionen
    Bern
    fcz
    16 Interaktionen
    Tätlichkeit gegen YB
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    16 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin