Sulzer

    Sulzer erhält im Halbjahr weniger Aufträge

    Keystone-SDA
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    Winterthur Stadt,

    Sulzer hat im ersten Semester 2026 klar weniger Aufträge erhalten als in der Vorjahresperiode. Auch der Umsatz ging leicht zurück, wogegen der operative Gewinn anzog. Die Prognosen für das Gesamtjahr werden bestätigt.

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    Der Industriekonzern Sulzer in Winterthur. - keystone

    Der Auftragseingang nahm um 8,9 Prozent auf 1,79 Milliarden ab, organisch lag das Minus bei 3,9 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Für diesen Rückgang war die Division Chemtech verantwortlich, während die Bestellungen in der Division Flow trotz Störungen in den Lieferketten und Projektverzögerungen aufgrund der Lage im Nahen Osten etwas zunahmen und sie im Service-Geschäft stabil blieben.

    Das schwierige Marktumfeld bekam also insbesondere die Division Chemtech zu spüren, wo der Auftragseingang um knapp 23 Prozent zurückging. Dabei habe sich das Kerngeschäft für Trennungs- und Aufreinigungstechnologie (MTCS) stabilisiert, das Geschäft für Technologien wie Biopolymere, Kohlenstoffabscheidung und nachhaltige Luftfahrttreibstoffe sei wegen aufgeschobener Projektentscheide jedoch schwierig geblieben.

    Um die Kostenbasis weiter zu reduzieren, seien in der Division Chemtech die Anpassungen in der Organisation beschleunigt worden, schreibt Sulzer. Chemtech soll demnach schlanker, schneller und kundenorientierter werden.

    Der Umsatz des Konzerns reduzierte sich um 4,1 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken. Organisch, also bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte, zogen die Verkäufe indes um 1,0 Prozent an, gestützt durch ein robustes Basisgeschäft und weiteres Wachstum im Aftermarket.

    Der operative Gewinn verbesserte sich trotz des tieferen Umsatzes. Auf Stufe EBITDA erhöhte er sich um 9,7 Prozent auf 258,7 Millionen Franken, womit die entsprechende Marge um 1,1 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent zulegte. Sulzer führt dies auf «kontinuierliche Verbesserungen in der operativen Effizienz» zurück.

    Der Reingewinn erreichte 138,8 Millionen Franken und lag damit um knapp 8 Prozent höher als der Vorjahreswert. Damit hat Sulzer die Erwartungen der Analysten bei Auftragseingang und EBITDA übertroffen, beim Umsatz hingegen knapp verpasst.

    Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr werden bestätigt. Demnach soll der Auftragseingang um 1 bis 5 Prozent zulegen und der Umsatz um 2 bis 5 Prozent. Die EBITDA-Marge soll auf «voraussichtlich» 16,5 Prozent steigen.

    Weiterhin geht das Unternehmen davon aus, dass das zweite Halbjahr stärker ausfallen wird als das erste. Die Annahme wird durch einen laut Sulzer «soliden» Auftragsbestand von knapp 2,4 Milliarden Franken gestützt.

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