Sulzer mit deutlich tieferem Bestellungseingang im ersten Quartal
Der Industriekonzern Sulzer hat im ersten Quartal 2026 klar weniger Neubestellungen an Land gezogen. Vor allem die Division Chemtech schwächelte. Die Guidance für das Gesamtjahr wurde dennoch bestätigt.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2026 hat Sulzer Neubestellungen in Höhe von 853 Millionen Franken verbucht. Dies ist ein Rückgang um rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte, Akquisitionen/Devestitionen und Entkonsolidierungen, weist Sulzer ein Minus von 8,6 Prozent aus.
Einen Rückgang gab es dabei in allen Geschäftsbereichen. Am stärksten war das Minus bei Chemtech. Die Bestellungen gingen auf 148 Millionen Franken von 223 zurück. Als Grund nennt Sulzer Verzögerungen bei grossen Kundenprojekten und die hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr durch einen grossen Biopolymer-Auftrag.
In der grössten Division Flow Equipment verbuchte einen Rückgang um rund 10 Prozent auf 358 Millionen Franken. So sei es hier etwa zu Projektverzögerungen im Wassergeschäft im Nahen Osten gekommen.
Die Bestellungen im Bereich Services sanken um gut 11 Prozent auf noch 347 Millionen Franken. Neben der hohen Vergleichsbasis habe sich hier auch die geopolitische Situation im Nahen Osten negativ ausgewirkt. Gegen Ende des Quartals sei sowohl bei Flow Equipment wie auch Services in den meisten Regionen eine positive Dynamik zu verzeichnen gewesen.
Sulzer hatte schon bei der Publikation der Jahreszahlen eine gedämpfte Entwicklung beim Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte in Aussicht gestellt. In der zweiten Jahreshälfte soll der Bestellungseingang voraussichtlich «deutlich zulegen». Zudem erwartet das Unternehmen eine bessere Entwicklung beim Bestellungseingang im zweiten Quartal, heisst es weiter.
Auch Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Die Zahlen kamen schliesslich aber deutlich unter den Erwartungen in AWP-Konsens zu liegen.
Die Prognose für das Gesamtjahr vom Februar 2026 bestätigte das Management dennoch. Demnach soll der Auftragseingang um 1 bis 5 Prozent zulegen.
Die Verkäufe werden 2 bis 5 Prozent höher erwartet. Die EBITDA-Marge werde «voraussichtlich» auf 16,5 Prozent steigen.










