In Winterthur soll bis 2040 jede zweite Autofahrt wegfallen
Am 29. November stimmt die Stadt Winterthur über den neuen kommunalen Richtplan 2040 ab. Zankapfel bildet unter anderem das Auto.

Das Wichtigste in Kürze
- Gegen den Richtplan 2040 der Stadt Winterthur wurde das Referendum ergriffen. Es kommt zur Abstimmung.
- Umstritten sind vor allem die Verkehrspläne. In der Innenstadt ist das Auto nicht mehr gern gesehen.
- Stattdessen sollen ÖV, Velo- und Fussverkehr gefördert werden.
Eine Gesamtrevision eines kantonalen Richtplans tönt nach einem trockenen Vorhaben – kann aber für eine Gemeinde höchst zentrale Leitplanken setzen.
Wer will schon nicht wissen, wo in Zukunft Bauland eingezont werden soll? Oder wie der Verkehr im Dorf oder in der Stadt zukünftig geregelt wird?
Ende November stimmt Winterthur ZH über den neuen Richtplan 2040 ab. Dieser steuert einerseits die räumliche und bauliche Entwicklung von Winterthur bis 2040.
Er legt andererseits auch fest, wie es in Sachen Mobilität weitergehen soll.
Auto, Bus, Velo und Co. sind denn auch der zentrale Streitpunkt der Pläne.
Der Richtplan sieht eine Halbierung des Auto-Anteils von heute 42 Prozent auf rund 20 Prozent bis 2040 vor. Dies zugunsten von ÖV, Velo und Fussgängern.
Das heisst: Die Winterthurer sollen in Zukunft mehr das Velo oder den öffentlichen Verkehr nutzen oder zu Fuss gehen. Dies vor allem in der Innenstadt.
«Platzprobleme auf den Strassen»
Folglich soll es auch öffentlichen Parkplätzen an den Kragen gehen. Sie sollen gleich an mehreren Orten verschwinden.
«Um die Klimaziele zu erreichen und Platzprobleme auf den Strassen zu lösen, setzt die Stadt konsequent auf eine fundamentale Mobilitätswende.» So steht es im Richtplan der Stadt.
Winterthur solle zur «Stadt der kurzen Wege» werden. Von jeder der vier Kammern, in die die Stadt aufgeteilt werden soll, soll es eine Autobahnzufahrt geben. Denn die Autos sollen nicht mehr quer durch die Stadt fahren dürfen, um von einem Ende zum anderen zu gelangen.
Ein bürgerliches Komitee mit SVP, FDP, Mitte, EDU sowie diversen Verbänden hatte das Referendum ergriffen.
Das Komitee nennt sich «Radikaler Richtplan Nein» und kritisiert unter anderem, die Pläne beim Autoverkehr seien zu extrem und realitätsfern.













