Spaniens Inflation springt nach oben - Ölpreisschock treibt Preise
Spanien meldet den stärksten Preisanstieg seit Juni 2024. Der gestiegene Ölpreis infolge des Iran-Kriegs treibt die Inflation deutlich nach oben.

Die nach europäischen Standards berechneten Verbraucherpreise (HVPI) legten im Jahresvergleich um 3,3 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Freitag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Februar, also vor dem Beginn des Iran-Kriegs, hatte die Inflationsrate nur bei 2,5 Prozent gelegen. Der Anstieg wurde laut dem Statistikamt INE durch gestiegene Kraftstoffpreise verursacht.
Allerdings ist der Preissprung nicht so stark ausgefallen, wie Analysten befürchtet hatten. Diese waren im Schnitt von einem Anstieg der Inflationsrate auf 3,8 Prozent ausgegangen. Mit dem Preissprung ist die Teuerung in der viertgrössten Volkswirtschaft der Eurozone allerdings so stark wie seit Juni 2024 nicht mehr.
Die Teuerung entfernt sich wieder deutlich von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), die für den gesamten Euroraum eine Jahresrate von mittelfristig zwei Prozent anstrebt. Im Monatsvergleich meldete das spanische Statistikamt für März ebenfalls einen sprunghaften Anstieg der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent. Im Februar hatten die Preise in dieser Betrachtung nur um 0,4 Prozent zugelegt.
Auch in Deutschland rechnen Ökonomen mit einer deutlich anziehenden Inflation und einem Dämpfer für die ohnehin labile Konjunkturerholung – vor allem, wenn der Krieg noch lange andauern sollte.














