Nach Hantavirus: Anderes Kreuzfahrtschiff kämpft mit Norovirus
Das Hantavirus hält die Welt in Atem. Mittlerweile wurden die Passagiere der «Hondius» aus Teneriffa ausgeflogen. Das Neuste zum Virus liest du im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff kostete bisher drei Menschen das Leben.
- Am Sonntag wurden 94 Passagiere des Schiffs mit Sondermaschinen aus Teneriffa ausgeflogen.
- Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO erhielt am 2. Mai die Meldung, dass sich Gäste des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» mit dem Hantavirus angesteckt hatten. Drei Gäste des Schiffs sind bisher gestorben.
Am Sonntag wurden 94 Passagiere und Crew-Mitglieder aus 19 Ländern von Teneriffa, wo die «Hondius» zuvor angelegt hatte, ausgeflogen.
Auf dem Rückflug nach Paris zeigte eine französische Passagierin Symptome. Mittlerweile wurde sie positiv auf das Virus getestet.
Teneriffa wehrte sich zunächst gegen ein Anlegen der «Hondius». Auch in der Schweiz befindet sich ein mit dem Hantavirus angesteckter Mann in Quarantäne.
Im Nau.ch-Ticker liest du die neuesten Entwicklungen zum Hantavirus-Ausbruch.
Nach Hantavirus-Kreuzfahrt: Anderes Schiff kämpft mit Noroviren
21.03: Probleme mit einer Viruserkrankung hat aktuell nicht nur das Kreuzfahrtschiff «Hondius», auf dem das Hantavirus ausgebrochen ist. Auf dem Kreuzfahrtschiff «Caribbean Princess» ist das Norovirus ausgebrochen.
Laut dem US-Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention CDC erkrankten 102 von 3116 Passagieren sowie 13 von 1131 Crewmitgliedern. Der Ausbruch wurde am 7. Mai 2026 während einer Karibikreise gemeldet.

Das Norovirus verursacht typischerweise Durchfall und Erbrechen. Die Reederei Princess Cruises reagierte nach eigenen Angaben mit zusätzlichen Desinfektionsmassnahmen.
Gegenüber NBC News erklärte das Unternehmen: «Wir haben sofort jeden Bereich des Schiffes desinfiziert und während der gesamten Reise zusätzliche Desinfektionsmassnahmen ergriffen.»
Erkrankte Passagiere und Crewmitglieder wurden isoliert. Zudem wurden Stuhlproben gesammelt und die Reinigungsabläufe verschärft. Auch der Selbstbedienungsbereich am Buffet wurde geschlossen. Speisen, Geschirr und Besteck wurden stattdessen vom Personal ausgegeben.
Am 11. Mai sollte das Schiff im Zielhafen Port Canaveral umfassend gereinigt werden, bevor die nächste Reise beginnt. Die CDC führt eine Untersuchung vor Ort durch.
Einige Passagiere zeigten sich trotz des Ausbruchs gelassen. Passagierin Donna Leonte sagte NBC News: «Die Leute müssen achtsam sein und Vorsichtsmassnahmen treffen. Wir verpassen keine Aktivitäten.» Passagier Jan van Milligen lobte das Vorgehen der Reederei als «sehr professionell».
Für Princess Cruises ist es nicht der erste Norovirus-Ausbruch in diesem Jahr. Bereits im März erkrankten laut NBC News mehr als 150 Menschen auf einem anderen Schiff der Reederei in der Karibik.
Erste evakuierte Passagiere negativ auf Hantavirus getestet
20.40: Die 26 Passagiere, die mit dem ersten Evakuierungsflug vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius, auf dem ein Hantavirus-Ausbruch festgestellt worden war, in den Niederlanden eingetroffen sind, wurden alle negativ getestet. Dies teilten die niederländischen Behörden am Dienstag mit.

Alle 26 Personen wurden einer „gründlichen medizinischen Untersuchung“ unterzogen, teilte das niederländische Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt in einer Erklärung mit.
Das bedeute, dass bei diesen Personen kein Anden-Virus nachgewiesen wurde. Trotz dieser negativen Ergebnisse müssen sich die Passagiere Quarantänemassnahmen unterziehen.
WHO-Chef: Elf Hantavirus-Fälle nach Ausbruch auf «Hondius»
14.38: Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von bislang insgesamt elf Fällen aus.
Neun Menschen seien positiv auf das Virus getestet worden, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Madrid bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez.
Bei zwei weiteren Fällen gehe man ebenfalls von einer Infektion aus. In dieser Zählung sind die drei Todesfälle auf dem Schiff enthalten.

Sämtliche Betroffenen seien isoliert worden und stünden unter strenger Überwachung, um das Risiko einer weiteren Übertragung zu minimieren, betonte Tedros.
Er stufte die Gefahr einer grösseren internationalen Ausbreitung als gering ein. Es sei aber möglich, dass «wir in den kommenden Wochen weitere Fälle entdecken». Für die weitere Beobachtung seien nun die Länder verantwortlich, in die die Menschen gebracht worden seien.
Laufen nun infizierte Mäuse auf Teneriffa herum?
09.48: In Teneriffa ist auch ein Spanier nach dem Verlassen des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» positiv auf das Hantavirus getestet worden. Das Gesundheitsministerium in Madrid gab am Montagabend bekannt, dass er bisher keine Symptome gezeigt hatte.
Das Kreuzfahrtschiff legte in Teneriffa nur kurz an, ehe es mit einer Restbesatzung nach Rotterdam aufbrach. Laut dem Nachrichtenportal «t-online» dürfte es dennoch Kritik aus Teneriffa geben.

Die Regionalregierung der Kanaren wollte im Vorfeld verhindern, dass die «Hondius» anlegt. Die Regierung sorgte sich davor, dass mit dem Hantavirus infizierte Mäuse an Land gelangen könnten.
Gesundheitsministerin Mónica García hatte das unter Berufung auf Experten aber ausgeschlossen.
















