Der Schweizer Werbemarkt erholt sich langsam. Im Januar erreichte er wieder Vor-Corona-Niveau.
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Plakate an einer Wand (Symbolbild) - Pexels

Im Januar kletterte der Brutto-Werbedruck verglichen mit dem von der Coronakrise stark belasteten Vorjahresmonat um 76 Prozent auf 487,7 Millionen Franken, wie das Marktforschungsinstitut Media Focus am Montag mitteilte.

Der Werbedruck konnte zu Beginn des Jahres 2022 aber auch im Vergleich zu früheren Jahren zulegen: Verglichen mit dem Januar 2020 errechnet sich den Angaben zufolge beim Brutto-Werbedruck ein Plus von 13 Prozent und zu 2019 resultierte immerhin eine Zunahme von 3,1 Prozent.

Laut Media Focus haben 17 von den 21 Mediengruppen Anfang 2022 im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum verzeichnet. Stark wuchs dank der Mitte Februar durchgeführten Eidgenössischen Abstimmungen der Bereich Initiativen & Kampagnen (+77%). Noch stärker legten die von der Coronakrise arg gebeutelte Veranstaltungsbranche (+173%) zu, während auch bei Mode & Sport (+173%) oder Bauen, Industrie, Einrichtung (+145%) starkes Wachstum gemessen wurde.

Zu den vier Branchen mit rückläufigem Werbedruck zählten im Januar hingegen Tabak (-80%), Reinigen (-45%), Verkehrsbetriebe (-1,8%) und Getränke (-0,6%). Am 13. Februar hat das Schweizer Stimmvolk die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» angenommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Schweizer Werbemarkt ist sehr gut ins Jahr 2022 gestartet.
  • 17 von 21 Mediengruppen haben im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Zunahme erlebt.

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