Powell erhält Rückhalt von internationalen Zentralbankern

    Melsada Zec-Zejnic
    Melsada Zec-Zejnic

    USA,

    Fed-Chef Jerome Powell erhält Rückhalt von elf führenden Notenbankern, die seine unabhängige Geldpolitik betonen und die wirtschaftliche Stabilität verteidigen.

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    Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank, erhält internationale Unterstützung führender Zentralbanker, während er gegen politischen Druck von Präsident Trump standhält. - keystone

    Internationale Notenbankchefs haben sich eindeutig hinter Fed-Chef Jerome Powell gestellt, der von US-Präsident Donald Trump unter Druck steht. Die gemeinsame Erklärung betont die zentrale Bedeutung der Unabhängigkeit für wirtschaftliche Stabilität, berichtet «Cash».

    Die Solidaritätsbekundung erschien über die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag. Elf führende Zentralbankpräsidenten unterzeichneten das Dokument öffentlich.

    Christine Lagarde von der EZB, Andrew Bailey von der Bank of England und Martin Schlegel von der SNB zeigen Unterstützung. Auch Pablo Hernández de Cos von der die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) schloss sich an, wie der «Stern» berichtet.

    Powell setzt auf Integrität und Daten

    Die Zentralbanker bezeichnen Unabhängigkeit als Eckpfeiler von Preis-, Finanz- und Wirtschaftsstabilität. Diese dient ausschliesslich den Bürgerinteressen, die sie vertreten, schreibt «Cash».

    Jerome Powell führe sein Amt mit vorbildlicher Integrität aus. Er setze sich kontinuierlich für das öffentliche Wohl ein, heisst es laut «Handelsblatt» in der Erklärung.

    Glaubst du, dass internationale Zentralbanker Powells Position stärken können?

    Wie «Cash» berichtet, fordert Donald Trump seit Monaten drastische Zinssenkungen zur Konjunkturankurbelung. Powell bleibt jedoch strikt bei datenbasierter Geldpolitik.

    Fed verteidigt unabhängige Zinspolitik

    Die Unterzeichner fordern uneingeschränkte Rechtsstaatlichkeit. Demokratische Rechenschaftspflicht soll dabei gewahrt bleiben, zitiert der «Stern» aus der Erklärung.

    Laut «Cash» wies Powell am Sonntag ausdrücklich strafrechtliche Ermittlungen zurück. Er sieht darin direkte Einflussnahme auf Fed-Entscheidungen.

    Die Drohung mit einer Anklage sei eine Folge davon, dass die US-Notenbank ihre Zinspolitik am öffentlichen Interesse ausrichte, erklärte Powell. Man folge dabei nicht den politischen Präferenzen des Präsidenten, wie die «BBC» berichtet.

    Finanzmärkte reagieren nervös

    Staatsanwältin Jeanine Pirro wies Powells Vorwurf auf X zurück und betonte, nur er habe von Anklage gesprochen. Vorladungen seien nötig gewesen, weil die Fed Anfragen zu Renovierungskosten ignoriert habe, berichtet «Cash».

    Die US-Notenbank senkte 2025 insgesamt dreimal vorsichtig die Leitzinsen, berichtet die BBC. Fed-Chef Powell betonte dabei stets, dass die Inflationskontrolle oberste Priorität habe.

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    Ein Video von Fed-Chef Jerome Powell läuft am 12. Januar 2026 auf der New Yorker Börse. Anleger reagierten nervös, der Dollar verlor gegenüber dem Euro. - keystone

    Die Finanzmärkte reagierten unruhig auf den offenen Konflikt, schreibt «Cash». Der US-Dollar verlor deutlich gegenüber dem Euro an Wert.

    Investoren fürchten politischen Einfluss

    Die Goldpreise kletterten zeitweise auf ein Rekordhoch, da Anleger nervös reagierten. Investoren fürchten zunehmenden politischen Einfluss auf die US-Notenbank, berichtet das «Handelsblatt».

    Frühere US-Notenbankchefs protestierten bereits am Montagabend gegen Trumps Vorgehen. Sie bezeichneten das Vorgehen als beispiellos gefährlich, wie der «Stern» meldet.

    Wirtschaftsexperten wie Adam Tooze warnen vor einem Systemrisiko durch den Konflikt zwischen Trump und Powell. Die Angriffe könnten das globale Vertrauen in die Geldpolitik erheblich erschüttern, berichtet der «Atlantic Council».

    Powells Amtszeit endet 2026

    Jerome Powells Amtszeit als Vorsitzender der US-Notenbank endet im Mai 2026, wie «Reuters» berichtet. Er könnte anschliessend bis 2028 im Board der Gouverneure verbleiben.

    Jerome Powells Amtszeit als Fed-Chef endet im Mai 2026. Anschliessend könnte er bis 2028 im Board der Gouverneure bleiben, berichtet der «Spiegel».

    Kommentare

    User #3945 (nicht angemeldet)

    Diese Zentralbank ist die reinste Mafia, unendlich viel wertloses Geld drucken hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.

    User #4197 (nicht angemeldet)

    Oh Martin! Hast du noch nie etwas von der neutralen Schweiz gehört. Was für ein Zauberlehrling du doch noch immer bist.

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    Kritik
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    Drohende Anklage?
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