Powell spricht bei drohender Anklage von Einschüchterungsversuch

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USA,

US-Notenbankchef Jerome Powell wehrt sich gegen drohende Strafverfolgung – und wirft der Regierung einen Angriff auf die Unabhängigkeit der Fed vor.

Seit Monaten muss sich US-Notenbankchef Powell massive Kritik von US-Präsident Trump gefallen lassen. Nun geht die Justiz gegen den Chef der unabhängigen Zentralbank vor. (Archivbild)
Seit Monaten muss sich US-Notenbankchef Powell massive Kritik von US-Präsident Trump gefallen lassen. Nun geht die Justiz gegen den Chef der unabhängigen Zentralbank vor. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA/WILL OLIVER

Das Wichtigste in Kürze

  • Das US-Justizministerium droht Powell wegen angeblicher Falschaussagen mit einer Anklage.
  • Powell bezeichnet die Drohung als politischen Druck auf die geldpolitische Unabhängigkeit.
  • Der Notenbankchef will sein Amt trotz der Ermittlungen «integer» weiter ausüben.

US-Notenbankchef Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve zurückgewiesen. Er wolle sein Amt weiter «integer und im Dienste des amerikanischen Volkes ausführen».

«Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt», sagte der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed).

Glaubst du die mögliche Klage gegen Powell ist politisch motiviert?

Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.

Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand: «Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann – oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», erklärte er weiter.

Kommentare

User #4301 (nicht angemeldet)

Keine Einschüchterung. Powell weiss, dass seine Zeit zu Ende geht und jetzt wird er noch mutig. Das ist immer so, wenn man weiss, dass man gehen muss. Er ist beleidigt.

User #4301 (nicht angemeldet)

Die FED ist eine Privatbank, nicht wie die SNB. Powell will einfach die Macht nicht abgeben. Die Grossbanken hängen massgeblich von seinen Entscheidungen ab.

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