Studie

Ohne mehr Klimaschutz drohen höhere Staatsschulden

Keystone-SDA
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Belgien,

Ohne zusätzliche Klimaschutzinvestitionen droht den EU-Ländern laut einer Studie eine weit höhere Staatsverschuldung als bisher erwartet. Im Durchschnitt gehen die Experten für die EU-Länder von einer um 58 Prozentpunkte höheren Staatsschuldenquote bis 2050 aus, sollte es beim «Weiter so» bleiben.

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Laut einer neuen Studie drohen ohne Klimaschutz höhere Staatsschulden. - keystone

Grund dafür seien die tatsächlichen wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels, die in den offiziellen Schuldenprognosen nicht berücksichtigt würden. Das schreibt das britische Thinktank New Economics Foundation in einem Bericht. Da die Klimakrise Produktivität, Infrastruktur und Sektoren wie Landwirtschaft, Verkehr und Energie schädige, gingen das Bruttoinlandsprodukt und die Steuereinnahmen zurück, schrieben die Autoren der Analyse.

Gleichzeitig steigen demnach die Kosten für Reparatur und Wiederaufbau nach Klimakatastrophen. Daher sei insgesamt ein Anstieg der Schuldenquoten zu erwarten, heisst es in dem Bericht.

Höhere Ausgaben für den Klimaschutz jedoch könnten den Anstieg der Schulden in den kommenden Jahrzehnten verringern, so die Experten. Wenn zum Beispiel Deutschland jährlich zusätzlich zu Anpassungsmassnahmen ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgebe, lägen die Staatsschulden 2050 nur 22 Prozentpunkte höher, berechneten sie. Andernfalls könnte die deutsche Verschuldungsquote gemessen an der Wirtschaftsleistung um 52 Prozentpunkte höher ausfallen als auf Basis offizieller Prognosen der EU-Kommission ermittelt worden sei.

Sebastian Mang von der New Economics Foundation sagt: «Manche behaupten, Europa habe kein Geld, um gegen die Klimakrise zu investieren. Diese Forschung zeigt das Gegenteil: Europa kann es sich nicht leisten, Klimainvestitionen nicht zu priorisieren.»

Eine stärkere und widerstandsfähigere Wirtschaft entstehe nicht durch den Abbau grüner Regulierung, sondern durch gezielte Investitionen in Infrastruktur und Technologien, die Europa wettbewerbsfähiger und sicherer machen. Beispiele dafür seien etwa günstigere erneuerbare Energien, Elektroautos, öffentlicher Verkehr und Wärmepumpen sowie Anpassungen an extremes Wetter.

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Kommentare

User #4292 (nicht angemeldet)

Feiere heute, gehe morgen unter. Das war schon immer so. Nur die Zeiten ändern sich, die Menschen nicht.

User #4752 (nicht angemeldet)

Ich werde für Klimaterroristen auf keinen Fall bremsen

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