EU

Orban-Nachfolger unter Zeitdruck: Magyar verhandelt mit EU

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Der künftige ungarische Regierungschef Peter Magyar hat in Brüssel Gespräche über notwendige Reformen zur Freigabe eingefrorener EU-Gelder für sein Land geführt. Der designierte Nachfolger des bei der Parlamentswahl am 12. April abgewählten Rechtspopulisten Viktor Orban traf sich am Nachmittag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Am Abend stand dann noch ein Termin mit EU-Ratspräsident António Costa auf dem Programm.

magyar
Der künftige ungarische Regierungschef Peter Magyar hat in Brüssel Gespräche über notwendige Reformen zur Freigabe eingefrorener EU-Gelder für sein Land geführt. - keystone

Wegen der Missachtung europäischer Grundwerte und wegen Defiziten im Bereich der Rechtsstaatlichkeit sind derzeit für Ungarn vorgesehene EU-Mittel im Umfang von etwa 17 Milliarden Euro eingefroren. Sie sollen nur freigegeben werden, wenn es einen klaren Reformplan gibt. Konkret müssen etwa Mängel bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und bei der Korruptionsbekämpfung beseitigt und Massnahmen für eine Stärkung der Unabhängigkeit der Justiz veranlasst werden.

Dass Magyar die Gespräche mit EU-Vertretern bereits vor seiner für den 9. Mai geplanten Wahl zum Ministerpräsidenten führt, hat unter anderem mit dem drohenden Verfall von EU-Mitteln zu tun. Um diesen zu verhindern, muss er möglichst schnell ein für die EU akzeptables Reformkonzept vorlegen.

Zu seiner Reise nach Brüssel sagte Magyar, ihm gehe es vor allem um die Freigabe von 10,4 Milliarden Euro aus dem in der Corona-Krise geschaffenen EU-Wiederaufbaufonds. Für diese läuft am 31. August eine Frist ab.

Kommentare

User #2229 (nicht angemeldet)

Ich drücke ihm die Daumen, dass er es schafft, die Reformen anzustossen und das Geld möglichst schnell ausgezahlt wird. Er hat es wirklich verdient und die Aussichten stehen dank seiner komfortablen Mehrheit in der Regierung nicht schlecht. Zumal die Korruptesten im Land gerade versuchen, mit ihrem ergaunerten Vermögen zu verschwinden.

User #4858 (nicht angemeldet)

Die EU wird ihn sowas von in den Rücken fallen.

Weiterlesen

schule
455 Interaktionen
Wegen Hitze
Hans-Ulrich Bigler
621 Interaktionen
Bigler

MEHR IN NEWS

Erstfeld UR
Erstfeld UR
Dietikon ZH
Dietikon ZH

MEHR EU

Schweiz EU
105 Interaktionen
Befürworter alarmiert
bundesrat
3 Interaktionen
Ab heute
Das Bundeshaus (symbolbild)
11 Interaktionen
Bern
30 Interaktionen
Bern

MEHR AUS BELGIEN

leipzig
28 Interaktionen
Brüssel
EU-Flagge
5 Interaktionen
Bern
Ceuta
8 Interaktionen
Brüssel
Manfred Weber
13 Interaktionen
Brüssel