Polizeieinsatz in Volketswil: Das sagen Nachbarn
Nach dem Polizeieinsatz in Volketswil sind die Nachbarn schockiert. Man wisse einfach nicht, wer in der Umgebung lebe.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Volketswil löste ein Mann mit einer Waffe einen Polizeigrosseinsatz aus.
- Die Nachbarn sind schockiert und wussten nicht, was sie tun sollten.
- Es gibt auch Kritik daran, wie die Polizei die Anwohnenden informiert hatte.
Am Mittwochabend kam es am Rütiweg in Volketswil ZH zu einem grossen Polizeieinsatz. Ein Mann hantierte auf einem Balkon in bedrohlicher Art und Weise mit einer Schusswaffe.
Bewaffnete Polizisten stürmten nach gescheiterten Verhandlungsversuchen die Wohnung und konnten den 48-jährigen Schweizer festnehmen. Sie fanden dort weitere Schusswaffen.
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Gegenüber Nau.ch erzählen Maya und ihr Sohn Aaron, die im Haus nebenan leben, wie sie den Abend erlebt haben. Sie seien nicht zu Hause gewesen und hätten über Fotos in Whatsapp-Gruppenchats vom Vorfall erfahren. Sie seien dann noch etwas länger weggeblieben.
Was löst es aus, wenn so etwas in der direkten Nachbarschaft passiert? «Ich bin schockiert», sagt Aaron. «Ich habe ein bisschen Schiss gehabt.»
Man wisse halt nicht, wer in der Umgebung lebe, sagt Maya. Und sie fragt sich: «Wozu braucht man in der Schweiz überhaupt Waffen im Haus?»

Eine weitere Nachbarin beschreibt den Abend als «nicht angenehm». Auch sie sei schockiert gewesen, habe nicht gewusst, was sie tun solle.
Sie habe Polizisten mit Gewehren gesehen. Sie hätten sich vermummt und seien auf das Dach aufgestiegen. Den Bewohnern sei verboten worden, auf den Balkon zu treten.
Dann seien die Polizisten wieder gegangen, niemand habe eine Ahnung gehabt, was passiert sei. Es habe gar Spekulationen über eine Bombe gegeben. «Es wäre nett gewesen, wenn die Polizei uns am Ende gesagt hätte, dass alles gut ist.»












