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    Nestlés massiver Rückruf von Babynahrung belastet Kurs

    Melisa Zec
    Melisa Zec

    Vevey,

    Der weltweite Rückruf von Säuglingsnahrung wegen Gift­stoff-Gefahr setzt den Lebens­mittel­konzern Nestlé unter Druck. Die Aktie verlor deutlich.

    Nestlé nan
    Betroffen vom Rückruf bei Nestlé sind Chargen der Baby­nahrungs­marken BEBA, SMA und NAN in 25 Ländern. - keystone

    Der Schweizer Lebens­mittel­riese Nestlé hat eine der grössten Rück­ruf­aktionen seiner Firmen­geschichte gestartet. Betroffen sind Chargen der Baby­nahrungs­marken BEBA, SMA und NAN in 25 Ländern, wie «Ad-hoc-news» berichtet.

    Die Nestlé-Aktie reagierte am Dienstag mit Verlusten auf die Nach­richt. Der Kurs fiel im Schweizer Handel zeit­weise um 0,72 Prozent auf 75,89 Franken.

    Das österreichische Gesundheits­ministerium spricht laut dem «SRF» von über 800 betroffenen Produkten aus mehr als zehn Nestlé-Fabriken. In den Produkten könnte das hitzebeständige Gift Cereulid enthalten sein.

    Gefährlicher Giftstoff entdeckt

    Die Konta­mination betrifft ein Arachidon-Öl eines führenden Zulieferers. Der Stoff wurde in einem Werk in den Nieder­landen entdeckt, berichtet «Ad-hoc-news» weiter.

    Kaufst du gerne Produkte von Nestlé?

    Auch kochendes Wasser beim Anrühren der Babynahrung würde das hitzebeständige Toxin nicht zerstören. Bei Verzehr drohen schnell ein­setzende Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfe.

    Bisher wurden laut dem «SRF» keine Krankheitsfälle in Zusammen­hang mit den Produkten bestätigt. In Österreich stellten Behörden bei Kontrollen in zwei Chargen geringe Mengen von Cereulid fest.

    Druck auf neuen Chef wächst

    Der Rückruf trifft Nestlé zu einem ungünstigen Zeit­punkt. Der neue Konzern­chef Philipp Navratil will das Wachstum durch eine Portfolio-Über­prüfung ankurbeln.

    Doch nun sieht er sich laut «Ad-hoc-news» zusätzlichem Druck ausgesetzt. Nestlé kontrolliert knapp ein Viertel des 92,2 Milliarden Dollar schweren globalen Marktes für Säuglingsnahrung.

    Die Baby­nahrung ist Teil der Division Nutrition and Health Science. Diese trug 2024 mit 16,6 Prozent zum Gesamt­umsatz von 91,4 Milliarden Franken bei.

    Nestlé aktiviert alternative Lieferanten

    Der Konzern arbeitet daran, Lieferengpässe zu vermeiden. Alternative Lieferanten für das Arachidon-Öl wurden aktiviert, schreibt das «SRF».

    nestlé
    Der Rückruf in gegen 60 Ländern erfolgte ab Dezember 2025 vorsorglich, nachdem das Bakteriengift Cereulid in einer Zutat eines chinesischen Zulieferers entdeckt worden war. (Symbolbild) - keystone

    Bereits über die Weihnachts­feiertage hatte Nestlé einen stillen Rückruf durchgeführt. Die betroffenen Produkte wurden aus den Regalen entfernt.

    Eltern wurden auf­gefordert, die Produkte aus bestimmten Chargen nicht mehr zu verwenden. Sie sollen diese im Handel zurückgeben und laut dem «Beobachter» die Chargen­nummern auf den Verpackungen prüfen.

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    Kommentare

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