Nestlé fordert Gebote für Wassersparte ein
Der Nahrungsmittelriese Nestlé treibt den Verkauf seines Wassergeschäfts voran und hat Interessenten zur Abgabe erster Angebote aufgefordert.

Nestlé hat Investoren aufgefordert, noch im Januar Erstgebote für sein Wassergeschäft einzureichen, wie «Bloomberg» berichtet. Der Schweizer Konzern wird bei dem Verkaufsprozess von der Investmentbank Rothschild & Co. beraten.
Zu der Wassersparte gehören bekannte Marken wie Perrier, San Pellegrino, Vittel und Acqua Panna. Die Sparte wird auf rund fünf Milliarden Euro (4.61 Milliarden Franken) geschätzt, schreibt «Cash».
Mehrere Private-Equity-Gesellschaften haben laut «Bloomberg» Interesse an einer Übernahme bekundet. Dazu zählen die Investmentgesellschaften Blackstone, KKR, Bain Capital sowie Clayton Dubilier & Rice.
Nestlé treibt den Verkauf im Rahmen der Konzernstrategie voran
Banken bereiten eine Fremdfinanzierung von zwei bis drei Milliarden Euro vor, berichtet «Trend.at». Die Finanzierung soll auf Euro- und Dollar-Kredite aufgeteilt werden.

Der Konzern hatte Ende 2024 angekündigt, das Wassergeschäft auszugliedern, wie «Finanz und Wirtschaft» schreibt. Seit dem 1. Januar 2025 wird die Wassersparte als separate Einheit geführt.
Der Verkauf ist Teil der Strategie von CEO Philipp Navratil, der im September 2025 die Führung übernahm. Navratil hatte im Oktober 2025 Kosteneinsparungen von drei Milliarden Schweizer Franken bis Ende 2027 angekündigt, berichtet «Aktiencheck».
Die Wassersparte gilt seit Monaten als Umbaukandidat
Mit den Erlösen will Nestlé auch die Verschuldung senken, wie das «Vermoegenszentrum» schreibt. Der Verschuldungsgrad liege momentan näher beim Dreifachen des EBITDA als beim angestrebten Zweifachen.
Ein Sprecher von Nestlé wollte sich gegenüber «Bloomberg» nicht zu dem laufenden Verkaufsprozess äussern. Die Wassersparte gilt seit Monaten als Kandidat für eine Umstrukturierung.
















