Die Lufthansa macht im ersten Quartal deutlich weniger Verlust als im Vorjahr. Die Fluggesellschaft will die Krise «mental abhaken» und wieder angreifen.
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Flugzeuge der Airline Lufthansa am Flughafen. (Symbolbild) - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im ersten Quartal 2022 kann sich die Lufthansa teilweise aus dem Corona-Tief befreien.
  • Der Nettoverlust beträgt im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 584 Millionen Euro.
  • Die Ticketpreise dürften bald wieder um einen hohen einstelligen Prozentsatz höher sein.

Die Lufthansa ist dank einer deutlichen Erholung der Ticketnachfrage im ersten Quartal ein gutes Stück aus dem Corona-Tief herausgekommen. Der Nettoverlust verringerte sich im Vergleich zum coronageprägten Vorjahreszeitraum um 44 Prozent auf 584 Millionen Euro. Das teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit.

Der Umsatz erhöhte sich auf knapp 5,4 Milliarden Euro. Das Minus im Tagesgeschäft (bereinigtes Ebit) sank derweil um 44 Prozent auf 591 Millionen Euro.

Lufthansa: Ticketpreise steigen

«Die Beschränkungen des Luftverkehrs sind weitestgehend überwunden. Wir haken die Krise jetzt mental ab und gehen wieder in die Offensive», sagte Konzernchef Carsten Spohr.

Das Ergebnis im Tagesgeschäft soll sich im Vergleich zu dem Milliardenverlust des zweiten Corona-Jahrs 2021 weiterhin verbessern. Eine genaue Prognose wagt der Vorstand aber nicht – auch wegen der zuletzt extremen Sprünge beim Kerosinpreis.

Die Kunden müssen sich jedenfalls auf höhere Ticketpreise einstellen: Nach Einschätzung der Lufthansa dürften die Durchschnittserlöse im Jahresverlauf mindestens um einen hohen einstelligen Prozentsatz höher liegen als im Vorjahr. Damit wären sie auch höher als vor der Pandemie im Jahr 2019.

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