Im Bieterstreit um den Onlinehändler Zooplus hat nach dem US-Investmentfonds Hellman & Friedman (H&F) der schwedische Finanzinvestor EQT sein Angebot vorgelegt: EQT offeriert den Aktionären 470 Euro pro Aktie und damit zehn Euro mehr als H&F, wie Zooplus am Samstag mitteilte.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Nächste Runde im Bieterstreit um Onlinehändler .

Vorstand und Aufsichtsrat begrüssten das neue Angebot.

EQT bietet damit 3,6 Milliarden Euro für Zooplus - H&F will bislang 3,3 Milliarden Euro zahlen. Der US-Fonds hatte sein Angebot bereits deutlich aufgestockt. Ein dritter Interessent, der US-Investor KKR, war Mitte September ausgestiegen.

Zooplus und EQT schlossen bereits eine Investorenvereinbarung, wie das Unternehmen am Samstag weiter mitteilte. Ziel sei, «die nachhaltige Wachstumsstrategie der Gesellschaft weiter auszubauen und wesentliche Investitionen in die Stärkung der führenden Stellung der Gesellschaft auf dem europäischen Heimtiermarkt zu unterstützen». Bedingung für das Angebot ist eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent zuzüglich einer Aktie.

Zooplus, gegründet 1999, ist nach eigenen Angaben der nach Umsatz grösste Onlinehandel für Tierbedarf in Europa. Das Unternehmen ist demnach in 30 europäischen Ländern präsent und hat mehr als acht Millionen Kundinnen und Kunden - fünf Millionen von ihnen haben demnach 2020 mehr als zweimal Katzenfutter oder Hundeleinen bei Zooplus bestellt. Im Angebot sind Produkte für Hunde, Katzen, Vögel, Hamster, Pferde sowie «andere pelzige und nicht pelzige Freunde». In der Corona-Krise war der Umsatz 2020 um 18 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen.

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