Bluttest könnte Alzheimer im Frühstadium zu Hause erkennen
Ein einfacher Bluttest könnte Alzheimer künftig im Frühstadium erkennen. Bequem von zu Hause aus – Forscher nennen es einen Durchbruch.

Wissenschaftler entwickeln Bluttests, die Alzheimer bereits Jahre vor dem Auftreten erster Symptome erkennen sollen. Die Verfahren messen Biomarker im Blut wie Beta-Amyloid, das als früher Hinweis auf die Erkrankung gilt.
Laut «DZNE» könnten diese Tests künftig Hausärzte entlasten und die Früherkennung deutlich erleichtern. Die neuen Methoden zielen auf eine hohe Genauigkeit ab und sollen teure Hirnscans sowie invasive Lumbalpunktionen ersetzen.
«Alzheimer-forschung.de» berichtet von laufenden Studien mit mehr als 5500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dabei prüft Professorin Monique Breteler, inwieweit sich Veränderungen im Gehirn anhand von Blutwerten nachweisen lassen.
Bluttest gegen Alzheimer: Früherkennung vor dem Durchbruch
Das Forschungsprojekt ist bis 2026 angelegt und soll dazu beitragen, Risikogruppen frühzeitig zu erkennen. In den USA wurde ein Bluttest für Patientinnen und Patienten ab 55 Jahren zugelassen, der bestehende Symptome rasch bestätigen kann.
Laut «DZNE» birgt das Verfahren grosses Potenzial für eine niederschwellige und breite Alzheimer-Diagnostik. Auch in Deutschland wird an vergleichbaren Tests geforscht: An der Universität Greifswald prüfen Wissenschaftler ähnliche Verfahren.
Professorin Agnes Flöel zeigt sich laut «mdr.de» optimistisch. Sie betont, dass vieles dafür spricht, Alzheimer künftig in sehr frühen Stadien mit einem einfachen Bluttest schnell diagnostizieren zu können.
Ein Bluttest mit Zukunft: Alzheimer-Diagnose soll einfacher werden
Die neuen Bluttests liefern Ergebnisse bereits innerhalb von ein bis zwei Tagen, perspektivisch sollen sie direkt in Arztpraxen eingesetzt werden. «Alzheimer-Deutschland» hebt insbesondere die deutliche Kostenersparnis im Vergleich zu aufwendigen bildgebenden Verfahren hervor.
Blutproben gelten als ideal für den Einsatz in Praxen, da sie einfach und schnell gewonnen werden können. «Alzheimer-Forschung» geht davon aus, dass sich mit den Tests Krankheitsverläufe bis zu zehn Jahre im Voraus vorhersagen lassen.
Durch wiederholte Untersuchungen lässt sich die Prognose weiter verbessern. Altersabhängige Grenzwerte und die Berücksichtigung von Vorerkrankungen sollen zudem das Risiko von Fehldiagnosen deutlich reduzieren.
Alzheimer-Diagnostik im Wandel: Experten drängen auf Vorsorge-Standards
Experten wie Professor André Fischer fordern für Alzheimer vergleichbare Standards wie in der Krebsvorsorge. Eine frühe Diagnose könne nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch Gesundheitssysteme spürbar entlasten.

Laut «DZNE» spricht vieles für eine breite Einführung moderner Bluttests. In Deutschland fehlt bislang jedoch ein zugelassener Test für den medizinischen Alltag.
Zahlreiche Verfahren befinden sich noch in der Entwicklungsphase. «Alzheimer-Forschung» weist zudem auf offene ethische Fragen im Umgang mit frühen Diagnosen hin.
Bluttests, neue Therapien und frühe Diagnose
Therapieansätze wie die transkranielle Pulsstimulation (TPS) gelten als vielversprechend, sind bislang jedoch nicht flächendeckend verfügbar. Gleichzeitig sieht «Alzheimer-Deutschland» in neuen Bluttests das Potenzial für eine Revolution in der Alzheimer-Diagnostik.
Moderne Medikamente erfordern laut «MDR»« eine möglichst frühe Intervention, um ihre Wirkung entfalten zu können. Ohne eine heilende Therapie bleibt der Nutzen umfassender Screening-Programme jedoch begrenzt.
Forschende drängen daher auf schnellere Zulassungsverfahren für neue Diagnose- und Therapieansätze. Parallel gewinnen Tests für den Hausgebrauch an Bedeutung, wie aktuelle Berichte über präzise Heimabnahmen zeigen.












