Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält seine gedämpften Wachstumserwartungen für 2022 aufrecht. Im laufenden Jahr trauen die Ökonomen der deutschen Wirtschaft weiterhin ein Wachstum von 2,1 Prozent zu, wie das IfW am Mittwoch mitteilte.
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Container in Duisburg. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Im März hatte das Institut seine Erwartungen angesichts steigender Energiepreise infolge des Krieges in der Ukraine von 4,0 auf 2,1 Prozent gestutzt.

Im Vergleich zum März verringern die Experten aber ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr von 3,5 auf 3,3 Prozent.

«Die Auftriebskräfte der deutschen Wirtschaft sind zwar intakt, wirken nun aber mit deutlich verringerter Stärke», sagte IfW-Konjunkturchef Stefan Kooths. Der Prognose zufolge belasten verstärkte Lieferengpässe aufgrund neuerlicher Lockdowns in China den Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Diese werde im zweiten Halbjahr kaum mehr als stagnieren.

Unter dem starken Preisanstieg leiden die Verbraucher. Die Ökonomen des Kieler Instituts rechnen nun mit einem Inflationsrate von 7,4 Prozent im laufenden Jahr, noch einmal höher als im März (5,8 Prozent) und deutlich über den Preissteigerungen während der Ölkrise in den 70er Jahren. Für 2023 erwarten sie 4,2 Prozent.

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