Fluggesellschaft Swiss

    Fluggesellschaft Swiss: Wer kündigt, bekommt bis zu 15'000 Franken

    Cheri Reinhardt
    Cheri Reinhardt

    Zürich,

    Die Fluggesellschaft Swiss hat zu viel Kabinenpersonal – und zahlt jetzt bis zu 15'000 Franken, damit Flugbegleiter freiwillig gehen.

    fluggesellschaft Swiss
    Bis zu 15'000 Franken will Swiss Kabinenpersonal geben, wenn man freiwillig geht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Swiss hat seit Herbst 2025 rund 400 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zu viel.
    • Wer bis Ende April freiwillig kündigt, erhält bis zu 15'000 Franken brutto Abgangsprämie.
    • Das Management warnt: Klappt das nicht, drohen betriebliche Kündigungen.

    Zu wenige Flüge, zu viele Angestellte. Die Swiss steckt in einem Dilemma, das die Airline schon länger beschäftigt. Nun zieht das Management eine Konsequenz, die aufhorchen lässt.

    Rund 4'000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter erhielten Ende vergangener Woche eine interne Mitteilung, wie Aerotelegraph schreibt. Der Kern der Botschaft: Die Lage hat sich nicht verbessert, im Gegenteil.

    Motoren bremsen Swiss aus

    Der Überhang hat einen konkreten Ursprung. In der gesamten Branche kämpfen Airlines mit Triebwerksproblemen – Flugzeuge bleiben am Boden.

    Dazu fehlen Swiss Pilotinnen und Piloten. Das Ergebnis: Die Lufthansa-Tochter fliegt deutlich weniger als geplant. Weniger Flüge bedeuten weniger Einsätze, aber gleich viele Angestellte auf der Lohnliste.

    Sollte es künftig stabileres Besteck geben im Flugzeug?

    Dazu kommen externe Druckfaktoren: ein gestiegener Ölpreis und eine angespannte geopolitische Lage. Das Unternehmen braucht rasche Einsparungen, wie es intern heisst.

    Wer geht, bekommt mehrere Monatslöhne

    Die Lösung, die die Fluggesellschaft nun anbietet: eine Prämie für freiwillige Abgänge. Dies bestätigt Swiss gegenüber Nau.ch.

    Wer bis Ende April kündigt und spätestens Ende August die Airline verlässt, kassiert 15'000 Franken brutto. Bei einem Einstiegsgehalt von rund 4000 Franken entspricht das fast vier Monatslöhnen.

    Den Betrag habe man bewusst so gewählt, erklärt Swiss, weil er für Mitarbeitende, «die sich bereits mit einer beruflichen Veränderung oder beispielsweise mit der Aufnahme eines Studiums beschäftigen, einen spürbaren Anreiz darstellen kann».

    Würdest du für 15.000 Franken deinen Job aufgeben?

    Wer bleiben will, hat ebenfalls Optionen. Swiss bietet unbezahlten Urlaub, Pensumsreduktionen oder einen verlängerten Mutterschaftsurlaub an. Das Ziel ist dasselbe: Die Zahl der Kabinenstellen soll sinken, ohne dass die Airline offiziell entlassen muss.

    Wie die Swiss gegenüber Nau.ch konkretisiert, muss die Kündigung bis zum 30. April eingereicht werden, der Austritt soll bis spätestens 31. August 2026 erfolgen.

    Deutliche Warnung ans Personal

    Ganz freiwillig fühlt sich das Ganze dennoch nicht an. Sollte keine der Massnahmen ausreichen, hält sich Swiss eine harte Option offen. Betriebliche Kündigungen seien «nicht auszuschliessen», heisst es im internen Schreiben.

    Swiss sagt dazu gegenüber Nau.ch: «Kündigungen sind derzeit nicht vorgesehen und wären das letzte Mittel, falls die freiwilligen Massnahmen keine ausreichende Wirkung zeigen.»

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    Kommentare

    User #3749 (nicht angemeldet)

    Ursachen könnten in der C-Zeit liegen?

    User #4346 (nicht angemeldet)

    Das hat mit Lufthansa nichts zu tun. Das ist Fakt heute in vielen Firmen. Sparen, sparen, sparen!

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