US-Staatsschulden steigen erstmals auf über 40 Billionen Dollar
Die US-Schulden steigen auf 40,05 Billionen Dollar und damit auf einen Rekord. Experten warnen vor einer immer gefährlicheren Schuldenspirale.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Staatsverschuldung ist erstmals über 40 Billionen Dollar gestiegen.
- Vor einem Jahr lag der Schuldenberg noch bei rund 37,2 Billionen Dollar.
- Experten warnen vor wachsender Zinslast und einer Schuldenspirale.
Die Staatsverschuldung der USA ist zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen Dollar gestiegen. Wie aus Daten des US-Finanzministeriums hervorgeht, lag die Verschuldung zuletzt am Dienstag bei 40,05 Billionen Dollar (32,3 Billionen Franken).
Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte der Schuldenberg demnach noch rund 37,2 Billionen Dollar betragen – also fast 3 Billionen weniger.
«Die Vereinigten Staaten graben sich in ein immer tieferes Schuldenloch», schrieb der US-Sender CNN dazu. Es handle sich um einen unheilvollen Meilenstein, der noch jahrelange Folgen für die US-Bürger sowie Unternehmen und die Regierung haben werde.
Experten besorgt
Der Finanzexperte Michael Peterson schätzte im Gespräch mit dem Sender, dass die Staatsverschuldung beim derzeitigen Kurs in nur sechs Jahren bereits bei 50 Billionen Dollar liegen werde. «Wir gefährden damit unsere Wirtschaft und die Zukunft unseres Landes», warnte er.
In der «New York Times» sagte der Experte Marc Goldwein mit Blick auf die wachsende Zinslast dieser Schulden: «Das Erschreckendste daran ist, wie wir beobachten, dass die Schuldenspirale in Gang kommt.»
Dass die USA wie andere Staaten einen hohen Schuldenstand aufweisen, ist nichts Neues. Mehrere Entwicklungen haben den Trend jedoch verschärft, darunter die besagte steigende Zinslast sowie wachsende Sozial- und Gesundheitskosten, die mit der alternden Bevölkerung zusammenhängen.
40-Billionen-Marke früher erreicht als gedacht
Der US-Kongress in Washington hat zudem in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Milliardenpakete verabschiedet, die Steuern gesenkt und die Staatsausgaben weiter in die Höhe getrieben haben, zuletzt 2025 etwa den «One Big Beautiful Bill Act» von US-Präsident Donald Trump.
Die «New York Times» nannte auch die hohen Kosten des Iran-Kriegs und Trumps Zollpolitik als Gründe für den schnellen Schuldenanstieg.
Die 40-Billionen-Marke erreichen die Schulden nun nach CNN-Angaben gut zwei Jahre früher, als es das Haushaltsamt des US-Kongresses noch im Mai 2023 prognostiziert hatte.



















