Xi Jinping: Nach Trump-Besuch wird über seine Gesundheit spekuliert
Eigener Rückzugsraum, fünf Stunden Pause: Xi Jinping (73) stellte beim Trump-Gipfel ungewöhnliche Forderungen. US-Medien spekulieren über seine Gesundheit.

Das Wichtigste in Kürze
- Chinas Delegation forderte für Xi beim Besuch in D.C. einen privaten Raum im West Wing.
- Offenbar strich China ein Arbeitsessen mit Trump und verlangte fünf Stunden Pause.
- Xi Jinpings Gesundheit gilt als Staatsgeheimnis, Berichte über kognitive Probleme fehlen.
Xi Jinping hat beim Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington ungewöhnliche Wünsche geäussert. Die chinesische Delegation verlangte laut dem «Wall Street Journal» einen privaten Rückzugsraum im West Wing des Weissen Hauses.
Dort durfte sich der 73-jährige Staatschef zwischen den Terminen ausruhen. Zutritt hatten nur Xi und seine Frau Peng Liyuan. Selbst Spitzenberater blieben draussen.
Chinas Planer sollen zudem ein vorgesehenes Arbeitsessen mit Trump abgesagt haben. Stattdessen bestanden sie laut dem Bericht auf einer Pause von rund fünf Stunden. Auch am Ankunfts- und am Abreisetag standen nur wenige Programmpunkte an, damit sich Xi Jinping erholen konnte.
Die Gespräche mit Trump dauerten von Mittag bis zum frühen Nachmittag. Danach verliess Xi das Gelände des Weissen Hauses. Zum Galadinner am Abend kehrte er zurück. Was er dazwischen tat, ist unklar.
«Das ist ungewöhnlich»
Dennis Wilder, früherer China-Direktor im Nationalen Sicherheitsrat der USA, zeigte sich gegenüber dem «Wall Street Journal» überrascht. «So etwas haben wir noch nie getan», sagte er. «Das ist ungewöhnlich.» Bei Staatsbesuchen aus Asien, die er mitorganisiert habe, sei nie ein Rückzugsort zur Verfügung gestellt worden.
Auch die Dauer des Treffens fiel Wilder auf: «Das ist eine verblüffend kurze Zeit für so ein Gipfeltreffen», sagt er.

Bereits zuvor gab es Spekulationen über Xi Jinpings Gesundheit. Videoaufnahmen von seiner Ankunft zeigen, wie er beim Verlassen der Flugzeugtreppe die Hand seiner Frau nahm. Dabei stütze er sichtlich auf sie.
Bei einem Indien-Besuch Mitte September sagte Xi Jinping laut Medienberichten ausserdem ein Galadinner mit anderen Staatschefs ab, wegen Unwohlseins.
Gesundheit von Xi Jinping bleibt Staatsgeheimnis
In China gilt Xis Gesundheitszustand als streng gehütetes Staatsgeheimnis. Einen Nachfolger hat er bisher nicht ernannt. Ein geregeltes Verfahren, um seine Ämter neu zu besetzen, gibt es nicht. Berichte über kognitive Beeinträchtigungen liegen bislang nicht vor.















