EU setzt Vietnam auf schwarze Liste der Steueroasen
Die EU-Staaten setzen Vietnam und die britischen Turks- und Caicosinseln auf die schwarze Liste für Steueroasen. Das südostasiatische Land und die Inselgruppe in der Karibik hielten international vereinbarte Standards für Steuertransparenz und faire Besteuerung nicht ein, lautete die Begründung aus Brüssel.

Ausserdem beschlossen die Finanz- und Wirtschaftsminister der EU, Fidschi, Samoa sowie Trinidad und Tobago von der schwarzen Liste zu streichen, «nachdem sie langfristige Mängel erfolgreich behoben haben», hiess es in einer Mitteilung zu dem Treffen.
Aktuell stehen auf der Liste damit zehn Länder beziehungsweise Steuergebiete, denen zweifelhafte Steuerpraktiken vorgeworfen werden: Amerikanisch-Samoa, Anguilla, Guam, Palau, Panama, Russland, die Turks- und Caicosinseln, die Amerikanischen Jungferninseln, Vanuatu und Vietnam. Mit der Nennung auf der schwarzen Liste will die EU die betroffenen Staaten in erster Linie durch Anprangern zum Einlenken bewegen.
Die «Liste nicht kooperativer Länder und Gebiete für Steuerzwecke» war im Dezember 2017 nach Enthüllungen in den «Panama Papers» und den «Paradise Papers» über Firmengeflechte und Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen erstellt worden. Sie wird zweimal jährlich aktualisiert.














