G20

    EU-Pläne für Digitalsteuer auf Eis gelegt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Beim Treffen der G20-Finanzminister am Wochenende hatten diese eine neue Mindeststeuer festgelegt. Die EU muss jetzt auf die geplante Digitalsteuer verzichten.

    Handy App kanada digitalsteuer
    Logos für Apps der US-Internetkonzerne Google, Amazon und Facebook sind auf dem Display eines iPhone zu sehen. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die G20-Finanzminister einigten sich am Wochenende auf eine Mindeststeuer von 15 Prozent.
    • Dies setzt jedoch voraus, dass EU-Staaten ihre nationalen Digitalsteuern zurücknehmen.
    • Die EU-Kommission hat ihre Pläne für eine europaweite Abmachung bereits auf Eis gelegt.

    Nach einer G20-Einigung auf eine globale Mindeststeuer hat die EU-Kommission Pläne für eine europäische Digitalsteuer auf Eis gelegt. Das sagte ein Kommissionssprecher am Montag in Brüssel. Die Finanzministerinnen und -minister der grossen Industrie- und Handelsstaaten hatten sich am Wochenende auf eine Mindeststeuer von 15 Prozent geeinigt.

    Betroffen sind unter anderem grosse Digitalkonzerne, die bisher insgesamt oft nur wenig Steuern zahlen.

    Nationale Steuern müssen aufgehoben werden

    Ein Problem könnten jedoch nationale Digitalsteuern sein, die es zum Beispiel in Frankreich, Spanien und Italien gibt. Diese müssten zurückgenommen werden, mahnte US-Finanzministerin Janet Yellen am Wochenende.

    Auch der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Europaparlament, Sven Giegold, erklärte: Die transatlantische Partnerschaft bedeutet, auf eigene europäische Digitalsteuer-Pläne zu verzichten. Dies vorausgesetzt, die Mindeststeuer werde wie geplant eingeführt.

    Letzte Fragen sollen bis Oktober geklärt werden

    Angesichts eines Gesprächs der EU-Finanzminister mit Yellen forderte Giegold eine deutlich höhere Mindeststeuer als jüngst beschlossen. «Olaf Scholz sollte sich hinter Yellen stellen und den Steuersatz von 21 Prozent für Europa einfordern», erklärte Giegold am Montag.

    Bevor der US-Kongress über den Steuersatz abstimme, sollte Europa als Signal der Unterstützung den höheren Satz einführen.

    Bis Oktober dieses Jahres sollen die letzten Fragen geklärt werden. Dann müssen noch die Staatsoberhäupter der G20-Staaten zustimmen. Scholz sagte, er sei sich «vollkommen sicher», dass ein Beschluss dort gelingen werde. Der Kommissionssprecher betonte, es brauche eine gemeinsame Anstrengung, um das Vorhaben zu vollenden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer
    4 Interaktionen
    Rund 1000 Personen
    senat der vereinigten staaten
    39 Interaktionen
    US-Finanzministerin
    Ueli Maurer
    67 Interaktionen
    G20-Treffen
    Kärcher
    18 Interaktionen
    40 Leute im Einsatz

    MEHR IN NEWS

    1 Interaktionen
    Bern
    QR-Code Rechnung
    1 Interaktionen
    Mehr Verzögerungen
    Ferat Koçak
    15 Interaktionen
    Berlin

    MEHR G20

    g20 finanzminister
    9 Interaktionen
    Foto-Boykott
    G20
    4 Interaktionen
    Asheville
    klingbeil krieg iran
    18 Interaktionen
    Für Bloomberg
    Merz G20 Südafrika
    48 Interaktionen
    Deutscher Kanzler

    MEHR AUS BELGIEN

    Ursula von der Leyen
    4 Interaktionen
    Deal
    Wladimir Putin
    14 Interaktionen
    Oligarchen
    17 Interaktionen
    Brüssel