EU nimmt Übernahme von Porta durch XXXLutz unter die Lupe
Die Europäische Kommission will die von der österreichischen Möbelhandelskette XXXLutz geplante Übernahme des deutschen Mobelhändlers Porta genauer unter die Lupe nehmen. Das hat sie am Montagabend mitgeteilt.

Die von XXXLutz bereits Anfang Jahr angekündigte Übernahme würde mehr als 140 Geschäfte unter diversen «Porta»-Marken mit mehr als 1800 Geschäften von XXXLutz mit Marken wie XXXLutz, Mömax, Möbelix, Home24, Roller und Poco zusammenführen. Gemeinsam würden sie zudem die Möbel über den Einkaufsverband Giga International von XXXLutz beziehen, gab die EU-Kommission zu bedenken.
Eine vorläufige Untersuchung habe ergeben, dass der Zusammenschluss vor allem in Deutschland, Tschechien und der Slowakei den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen könne. Dies könnte zu höheren Preisen und weniger Auswahl für die Kunden führen.
Zudem verfüge XXXLutz mit dem Einkaufsverband über eine erhebliche Nachfragemacht. Mit der Bündelung der Beschaffung könnten Hersteller und Lieferanten in Deutschland, Tschechien, Polen und der Slowakei um einen der sehr wenigen grossen alternativen Kunden umfallen.
Unabhängig von dieser Prüfung leitete die EU-Kommission im Sommer auch ein Prüfverfahren ein. Dabei soll geklärt werden, ob die Unternehmen gegen das Durchführungsverbot verstossen haben. So müssen Unternehmen mit einem geplanten Zusammenschluss warten, bis die Kommission diesen genehmigt hat.
XXXLutz betreibt mit rund 27'100 Mitarbeitern mehr als 370 Einrichtungshäuser in 14 europäischen Ländern und 24 Onlineshops in den Vertriebsschienen XXXLutz, Möbelix und Mömax. Die Gruppe erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. In der Schweiz übernahm die Gruppe mehrere Möbelhäuser, darunter Möbel Pfister, Lipo und Conforama.













