Bis 2035 werden weniger Schulkinder und mehr Studierende erwartet
Der Bund erwartet bis 2035 rund 305'000 Studierende. Gleichzeitig dürften die Schülerzahlen auf der Primarstufe nach Jahren des Wachstums sinken.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zahl der Hochschulstudierenden soll bis 2035 um 21 Prozent steigen.
- Der Bund rechnet dann mit 305’000 Bachelor- und Masterstudierenden.
- Gründe sind Bevölkerungswachstum und mehr ausländische Studierende.
Die Zahl der Hochschulstudierenden wird nach Berechnungen des Bundes in den nächsten neun Jahren um mehr als 20 Prozent steigen. Ab 2029 bis 2035 soll es infolge des Geburtenrückgangs weniger Primarschülerinnen und -schüler geben.
Je nach Bildungsstufe entwickeln sich die Schüler- und Studierendenzahlen in der Schweiz bis 2035 sehr unterschiedlich. Dies geht aus den am Montag vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichten Bildungsszenarien 2026 bis 2035 hervor.
Das BFS betont, dass die Ergebnisse wegen unklarer Geburten- und Zuwanderungszahlen mit Unsicherheiten behaftet sind.
Geburtenrückgang senkt Primarschülerzahlen
Auf der Primarstufe habe die Zahl der Lernenden in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Seit 2022 aber sinken die Geburtenzahlen.
Die Zahl der Primarschüler dürfte laut BFS deshalb zwischen 2027 und 2028 einen Höhepunkt erreichen. Bis 2035 dürfte sie um acht Prozent sinken, so die Prognose. Auf der Sekundarstufe I wird ab 2033 mit einem Rückgang gerechnet.
Moderate Zuwächse prognostiziert das BFS für die Sekundarstufe II mit plus zehn Prozent in der beruflichen Grundbildung. Plus zwölf Prozent dürften es gar bei den allgemeinbildenden Ausbildungen sein.
Auch in der höheren Berufsbildung wird ein Anstieg um 17 Prozent auf 41'300 Studierende an höheren Fachschulen erwartet.
Hochschulen erwarten starken Ansturm
An den Universitäten, Fachhochschulen sowie den pädagogischen Hochschulen rechnet der Bund bis 2035 mit 305'000 Studierenden auf Bachelor- und Masterstufe.
Das entspricht einer Zunahme um 21 Prozent gegenüber 2026. Hauptgründe sind das Bevölkerungswachstum und die Zunahme ausländischer Studierender.
Dieser Ansturm auf die Hochschulen fällt in eine Zeit, in der junge Akademikerinnen und Akademiker beim Berufseinstieg vermehrt Mühe haben.
Gemäss der Hochschulabsolventenbefragung (UUG) des Statistischen Bundesamtes im August stieg die Arbeitslosigkeit bei Studienabgängern zwischen 2023 und 2025 spürbar an. Ausgenommen davon sind einzig die pädagogischen Hochschulen.



















