In Deutschland wurde laut vorläufigen Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im vergangenen Jahr deutlich mehr Strom und Gas verbraucht als noch 2020.
Windräder vor Kohlekraftwerk
Windräder vor Kohlekraftwerk - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Gründe waren kaltes Frühjahr und wirtschaftlicher Aufschwung.

Grund dafür waren das kühle Frühjahr und die konjunkturelle Erholung, erklärte der BDEW am Donnerstag. Demnach stieg der Erdgasverbrauch im Vorjahresvergleich um vier Prozent auf 1003 Milliarden Kilowattstunden, der Stromverbrauch legte um fast drei Prozent auf rund 562 Milliarden Kilowattstunden zu.

Der Gasverbrauch erreichte somit den höchsten Stand seit 2006. Insbesondere die kühlen Temperaturen bis in den Mai führten laut BDEW zu einer erhöhten Nachfrage nach Gas für Raumwärme. Auch die Nachfrage der Industrie stieg aufgrund der konjunkturellen Erholung wieder an. Weniger Gas wurde hingegen zur Stromerzeugung genutzt: Hier sank die Nachfrage laut BDEW um knapp sechs Prozent.

Auch der Strombedarf wurde demnach von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst: Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie, die kühle Witterung und der konjunkturelle Aufschwung sowie die deutlichen Preiserhöhungen an den Energiemärkten führten insgesamt zu einem Anstieg des Stromverbrauchs um fast drei Prozent. Im Vorkrisenjahr 2019 lag der Stromverbrauch mit rund 568 Milliarden Kilowattstunden allerdings höher als 2021.

Das stärkste Plus beim Stromverbrauch verzeichnete der Bereich Mobilität: Hier stieg der Stromverbrauch um 5,6 Prozent. Der grösste Stromverbraucher insgesamt war die Industrie mit einem Anteil von 45 Prozent. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verbrauchten laut BDEW 27 Prozent des Stroms, dich gefolgt von privaten Haushalten mit einem Anteil von 26 Prozent.

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