Easyjet fliegt wegen Nahostkrieg höheren Halbjahresverlust ein
Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat am Donnerstag für das erste Halbjahr ihres versetzten Geschäftsjahres einen höheren Verlust ausgewiesen. Belastet wurde das Unternehmen insbesondere durch den Krieg im Nahen Osten, der unter anderem zu steigenden Treibstoffpreisen geführt habe.

Der Nettoverlust belief sich in den sechs Monaten bis Ende März auf 377 Millionen Pfund oder umgerechnet 399 Millionen Franken. Das entspricht einer Verschlechterung um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz stieg dagegen um 12 Prozent auf 3,95 Milliarden Pfund.
Trotz einer «soliden Zahl später Buchungen» seien die Ergebnisse durch den Konflikt im Nahen Osten belastet worden, erklärte das Unternehmen. Der Krieg, der am 28. Februar begonnen habe, habe zu höheren Treibstoffkosten und geringerer Visibilität bei künftigen Buchungen geführt.
Allein im März hätten die höheren Kerosinkosten Mehrausgaben von 25 Millionen Pfund verursacht. Störungen bei der Treibstoffversorgung gebe es jedoch nicht.
Easyjet erwartet, dass auch das zweite Halbjahr vom Konflikt beeinträchtigt wird. Die Buchungen für die Sommersaison lägen derzeit hinter dem Niveau des Vorjahreszeitraums zurück.
Trotz der Unsicherheiten zeigte sich Firmenchef Kenton Jarvis zuversichtlich. Easyjet könne sich nach dem Konflikt wieder erholen und weitere Fortschritte bei den mittelfristigen Finanzzielen machen, sagte er.
Im ersten Halbjahr habe die Fluggesellschaft operativ solide abgeschnitten. Die anhaltend starke Nachfrage habe zu einer Auslastung von 90 Prozent geführt, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Wachstum erwartet Easyjet zudem weiterhin bei der Reisesparte Easyjet Holidays. Dort stieg die Zahl der Kunden laut Unternehmen innert Jahresfrist um 22 Prozent.














