Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert angesichts der zuletzt stark angestiegenen Inflationsrate «deutlich spürbare Reallohnsteigerungen».
Verdi-Fahne in Dortmund
Verdi-Fahne in Dortmund - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • SPD-Vorsitzender Walter-Borjans warnt vor Panikmache.

Mit ihren Tarifforderungen sollten insbesondere einkommensschwache Haushalte entlastet werden, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Donnerstag. Die Lohnsteigerungen seien notwendig, damit die Preisanstiege aufgefangen werden könnten.

Die Preissteigerungen insbesondere bei Lebensmitteln, Energie und Benzin treffen Menschen mit geringem Einkommen besonders hart, sagte Werneke weiter. Die Verdi-Tarifforderungen beinhalteten deshalb Mindestbeträge, die für diese Haushalte eine überdurchschnittliche Lohnsteigerung bedeuteten.

Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans warnte gegenüber dem RND vor Verunsicherung und Panikmache. Dies sei «schlicht verantwortungslos», sagte er. Die aktuelle Inflationsrate löse «verständlicherweise eine grosse Verunsicherung aus, auch wenn die durchschnittliche Preissteigerung wesentlich geringer ist». Die Sorgen um die steigenden Energiepreise und Inflationsrate nehme er ernst, versicherte der SPD-Vorsitzende.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann, erwartet nach eigenen Angaben eine «anhaltend hohe Inflation von deutlich über zwei Prozent». Bei gleichzeitig niedrigen Zinsen sei dies eine «kalte Enteignung der Sparer», warnte er.

Mehr zum Thema:

Energie CDU SPD Inflation