Börsen im September unter besonderem Druck
Der September bringt an den Börsen zahlreiche Unsicherheiten, eröffnet Anlegern aber auch Chancen bei ausgewählten Aktien und Dividendentiteln.

Der September könnte an den Börsen von geopolitischen Spannungen, geldpolitischen Entscheidungen und wachsenden Sorgen über Staatsschulden geprägt werden. Nach der Sommerpause rücken deshalb mehrere Entwicklungen in den Fokus, die im kommenden Monat für stärkere Kursschwankungen sorgen könnten.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Federal Reserve und der Bank of Japan, die zeitgleich über ihre weitere Geldpolitik beraten. Auch Frankreichs Haushaltsstreit, die britische Finanzpolitik und der beginnende US-Wahlkampf könnten zusätzliche Unsicherheit verursachen.
Laut «MarketScreener» stehen zudem der Iran-Krieg, die Inflation sowie steigende Energiepreise im Mittelpunkt der Marktbeobachtung. Die Entwicklungen könnten insbesondere Anleiherenditen, Währungen und Aktien aus energieintensiven Branchen beeinflussen.
Börsen zwischen Risiken und Chancen
Trotz der Risiken an den Börsen zeigen historische Daten, dass einzelne Aktien im September vergleichsweise häufig positive Renditen erzielen. Die Auswertung zeigt damit einen Kontrast zwischen dem schwierigen Gesamtmarkt und einzelnen Unternehmen mit auffälliger September-Entwicklung.
«Börse Online» nennt unter anderem Allstate, O’Reilly Automotive und Ryder System mit einer historischen Gewinnwahrscheinlichkeit von jeweils 80 Prozent. Nvidia, Intel und Caterpillar erreichen laut der Analyse jeweils eine positive September-Performance in 70 Prozent der untersuchten Fälle.
Als mögliche Gründe gelten unter anderem Quartalszahlen, Unternehmensmeldungen und Aktienrückkäufe, die einzelne Kurse beeinflussen können. Die historische Statistik liefert allerdings keine Garantie dafür, dass sich diese Entwicklungen im September 2026 wiederholen.
Dividenden sorgen für zusätzliche Erträge
Neben möglichen Kursbewegungen rücken im September auch europäische Unternehmen mit anstehenden Ausschüttungen in den Fokus. Für Anleger können solche Termine eine zusätzliche Rolle bei der Beobachtung einzelner Aktien spielen.

«Morningstar» hat die 100 grössten Unternehmen seines Europa-Index untersucht und dabei 16 Konzerne mit einer Ausschüttung im September 2026 ermittelt. Auffällig ist die regionale Verteilung, denn 14 der 16 Unternehmen stammen aus Grossbritannien.
Zur Auswahl gehören unter anderem AstraZeneca, Unilever, BP, Shell und Rolls-Royce. Ebenfalls genannt werden Richemont, Eni, Glencore, Rio Tinto und HSBC.











