Versicherung richtet Hagel-Drive-Ins ein
Starkregen, Hagel und Sturmböen ziehen über die Schweiz. Die Schäden sind gross – vor allem in der West – und Nordwestschweiz. Viele zeigen sich schockiert.
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Das Wichtigste in Kürze
- Eine Gewitterfront hat am Freitagmorgen grosse Schäden angerichtet.
- Sie brachte Sturm und Hagel sowie 46’000 Blitze.
- Viele Regionen in der Schweiz hat es hart getroffen.
SRF Meteo zählte am Freitagmorgen innert kurzer Zeit rund 46'000 Blitze und vermeldet zwei geografische Bänder mit starken Hagel-Niederschlägen, die sich von der Region Basel und vom Neuenburgersee östlich zum Bodensee hinzogen.
Lokal hätten die Hagelkörner einen Durchmesser von bis zu 6 Zentimeter gehabt. Solch riesiger Hagel komme in der Schweiz relativ selten vor.
Im Kanton Schaffhausen seien Windböen in Geschwindigkeiten von bis zu 142 Stundenkilometer gemessen worden. In Hallau seien innert zehn Minuten Regenmengen von 23 Millimetern gemessen worden, gefolgt von Langenbruck BL mit 19 und Barmelweid AG mit 18 Millimetern.
Besonders stark betroffen war auch der Kanton Solothurn. Das Gewitter habe den Kanton ziemlich heftig heimgesucht, sagte eine Sprecherin der Solothurner Kantonspolizei.
Die Versicherung Axa hat in den letzten Stunden zahlreiche Schadensmeldungen wegen des Hagels erhalten. Trotz zusätzlichem Personal kam es laut einer Medienmitteilung zu langen Wartezeiten. Auch bei den Partnergaragen müsse in den kommenden Tagen mit Wartezeiten gerechnet werden.

Um die Versicherten schneller bedienen zu können, richtet Axa mobile Hagel-Drive-Ins ein. Dort können Automobilisten ihre Fahrzeuge zur Begutachtung und Berechnung der Schäden vorbeibringen.
Vorgesehen sind zunächst Standorte im Raum Winterthur und Olten. Dort sollen Scanner die Hageldellen innerhalb weniger Minuten erfassen und eine Schadenberechnung ermöglichen.
Die Versicherung schreibt von vielfältigen Schäden, die durch das Unwetter angerichtet wurden. Besonders betroffen seien Fahrzeuge durch Hagel sowie Fassaden und Gebäudehüllen. Zudem seien Dächer abgedeckt worden. Es sei aber noch zu früh für eine konkrete Einschätzung zum Schadensausmass.
In einer Medienmitteilung rät sie, die S
Allianz Suisse rechnet ersten Hochrechnungen zufolge mit über 10'000 Schadenfällen, wie die Versicherung mitteilte. Die Mobiliar spricht vom «mit Abstand schwersten» Hagelunwetter in diesem Jahr.

Besonders stark betroffen war der Kanton Solothurn. Das Gewitter habe den Kanton ziemlich heftig heimgesucht, sagte eine Sprecherin der Solothurner Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Am Vormittag seien rund 290 Schadensmeldungen eingegangen, teilte die Polizei mit. Eine 42-jährige Frau sei in Erlinsbach SO von einem umgestürzten Baum getroffen und dabei schwer verletzt worden. Sie musste gemäss Polizeimeldung nach der medizinischen Erstbetreuung vor Ort durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht werden.
Die Kantonspolizei Aargau meldete auf Anfrage, dass im Autobahnbereich Birrfeld/Birrhard ein Lastwagen seitlich auf einen Lieferwagen gekippt sei. Verletzte habe es keine gegeben.
Hagel-Video aus Wülflingen ZH: Ein Nau.ch-Leser meldet erhebliche Hagelschäden – alle drei seiner Autos wurden durch die Hagelkörner beschädigt.
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Am Freitagvormittag kollidierte auf dem Hönggerberg ZH eine von einem Kran angehobene Kranlast mit der Fassade des HIT-Gebäudes. Mehrere Steinplatten und Balkonverglasungen stürzten aus den obersten beiden Stockwerken ab.

Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch grosser Sachschaden. Da weitere Fassadenteile abstürzen könnten, bleiben mehrere Räume, darunter die Physikbibliothek und Seminarräume im F-Geschoss, bis auf Weiteres gesperrt. Massnahmen zur Sicherung der Fassade sind eingeleitet, heisst es auf der Website der ETH-Zürich.
Ein kurzes, aber heftiges Unwetter mit golfballgrossen Hagelkörnern hat am Freitagvormittag in Winterthur erhebliche Schäden verursacht.
Betroffen sind unter anderem Schulhäuser, Sportanlagen, Kulturinstitutionen, Stadtbus sowie Anlagen der Stadt. Darüber informiert die Stadt Winterthur in einer Medienmitteilung.
An mehreren Schulen kam es zu leichten Verletzungen; die betroffenen Kinder wurden medizinisch versorgt und die Eltern informiert. Besonders stark getroffen wurde das Freibad Wülflingen, das bis auf Weiteres geschlossen bleibt.
Auch Dächer, Photovoltaikanlagen, Fahrzeuge, Fenster und Fassaden wurden beschädigt. Das genaue Schadensausmass ist noch unklar.
Eine heftige Unwetterfront hat am Freitagvormittag weite Teile des Kantons Zürich getroffen. Besonders betroffen waren Seuzach und Neftenbach. Durch den starken Hagel wurden rund 40 Personen, mehrheitlich Kinder, verletzt. Mehrere Verletzte mussten ins Spital gebracht werden, wie die Kantonspolizei in einer Medienmitteilung schreibt.

Hagel beschädigte zahlreiche Gebäude und Fahrzeuge, darunter Schulhäuser, Dächer, Fassaden sowie Fenster- und Frontscheiben. Auf der A1 mussten mehrere Fahrzeuge wegen beschädigter Frontscheiben auf dem Pannenstreifen anhalten. Zudem stürzten Bäume und Äste um.
Kantonspolizei, Feuerwehren, Rettungsdienste, kommunale Polizeikorps und weitere Partnerorganisationen standen im Einsatz. Für die Betreuung betroffener Schulklassen wurde Care Kanton Zürich aufgeboten.
Der Hagelsturm war derart heftig, dass vielerorts in der Schweiz regelrecht Weltuntergangsstimmung aufgekommen ist.
In dieser Wohnung hat es das Balkon-Mobiliar inklusive Sofa durch die Luft gewirbelt.
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«In Deckung», schreiben die Bewohner und versuchen zu retten, was zu retten ist. Dennoch ist danach sogar die Wand des Gebäudes beschädigt.
Auch im Kanton Aargau hat die Gewitterfront mit Sturm, Starkregen und Hagel grosse Schäden verursacht. Besonders betroffen war der Osten des Kantons.
Bis gegen Mittag registrierte die Kantonspolizei rund 240 Schadenplätze und bot mehr als 40 Feuerwehren auf.
Gemeldet wurden umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer und Gerüste sowie überflutete Keller und Strassen. Erheblich verletzte Personen wurden der Polizei bislang nicht gemeldet.

Ein Schwerpunkt lag im Birrfeld. Dort knickte der Sturm vier massive Betonmasten einer Hochspannungsleitung um. Zwei davon stürzten in Birrhard auf Gewerbegebäude und beschädigten diese erheblich.
Die Stromleitungen wurden von Fachleuten gesichert, hingen aber auf mehreren hundert Metern bis auf Bodenhöhe. In mehreren Gemeinden kam es zudem zu Stromausfällen.
Auch der Flugplatz Birrfeld wurde stark getroffen. Flugzeuge und Hangars wurden beschädigt. Auf dem Gelände des geplanten Argovia-Festes wurden zahlreiche Zelte und Abschrankungen umgerissen, zudem wurde die Bühnenüberdachung beschädigt.

Für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgte ein Unfall auf der A1. Gegen 9.50 Uhr erfasste der Sturm einen Lastwagen im stockenden Verkehr in Richtung Bern. Das Fahrzeug kippte auf einen daneben stehenden Lieferwagen.
Beide Fahrer blieben unverletzt. Die Bergung dauerte rund zwei Stunden und führte in beiden Richtungen zu langen Staus.
Die News dazu findest du im Ticker:
Bei der Solothurner Kantonspolizei gingen rund 290 Meldungen wegen Wassereinbrüchen und Windschäden ein.
Eine 42-jährige Frau wurde in Erlinsbach SO von einem umgestürzten Baum getroffen und dabei schwer verletzt, wie die Kapo mitteilte. Sie musste nach der medizinischen Erstbetreuung vor Ort durch den Rettungsdienst in ein Spital gebracht werden.

In rund 180 Fällen betrafen die Meldungen Wassereinbrüche in Gebäude. Etwa 110 weitere Meldungen standen laut Polizei im Zusammenhang mit starkem Wind: Diese betrafen vor allem umgestürzte Bäume sowie teilweise auch beschädigte Dächer.
Besonders stark betroffen waren die Bezirke Lebern, Olten und Gösgen. Die teils heftigen Gewitter führten zu einer massiven Konzentration von Schadensfällen in diesen Regionen.
Ein heftiges Hagel-Unwetter hat am Freitagmorgen den Norden des Kantons Zürich getroffen und zahlreiche Einsätze ausgelöst. Innerhalb von nur 30 Minuten gingen bei der Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich 450 Notrufe ein.
Das Unwetter zog kurz nach 10 Uhr über die Bezirke Dielsdorf, Bülach und Winterthur. Besonders der Hagel verursachte Sachschäden und Verletzungen.

Die Einsatzleitzentrale registrierte rund 300 Feuerwehrnotrufe und gut 150 Sanitätsnotrufe. Daraus entstanden fast 100 Rettungsdiensteinsätze und rund 280 Feuerwehreinsätze.
Besonders stark betroffen war der Norden der Stadt Winterthur. Dort mussten zeitweise 20 Sanitätseinsätze gleichzeitig koordiniert werden. Gemeldet wurden vor allem Platzwunden und Verletzungen nach Stürzen.
Die Arbeiten dürften noch länger dauern. Schutz & Rettung Zürich rechnet damit, dass bei weiteren Niederschlägen zusätzliche Einsätze hinzukommen können.
Ein heftiger Hagelsturm hat am Freitagmorgen mehrere Kinder der Primarschule Rychenberg in Winterthur verletzt. Nach Angaben der Schule kam es während der 10-Uhr-Pause zu kleinen Platzwunden am Kopf sowie zu Prellungen an Schultern, Rücken, Armen und Beinen.
Die Schule schreibt in einer Mitteilung an die Eltern, der Hagel habe die Kinder überraschend getroffen. Die Eiskörner seien teils golfballgross gewesen. Besonders betroffene Kinder wurden von der Schule gemeldet und teilweise von ihren Eltern abgeholt.
Die Schule ruft die Eltern dazu auf, ihre Kinder nach dem Vorfall weiter zu beobachten. Achten sollen sie insbesondere auf Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Verwirrung oder zunehmende Schmerzen.
Kinder, die am Nachmittag wegen der Verletzungen zuhause bleiben sollen, können laut Schule bei der Klassenlehrperson abgemeldet werden.
In Winterthur Wülflingen ZH wurde die Fassade eines Wohnblocks heftig zerschlagen. Teile liegen überall am Boden, es hat Löcher in der Wand. «Wie eine Bombe eingeschlagen hätte», beschreibt die Frau im Video des «Wintiblog» auf Instagram den Zustand vor Ort. «Eine absolute Katastrophe».
«Es war etwas beunruhigend! So etwas habe ich noch nie erlebt». Eine Frau drückt in der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Aarau wenn» aus, wie sie das heftige Unwetter am Freitagmorgen erlebt hat.Und damit ist sie lange nicht die einzige. Aus allen Regionen zeigen sich Schweizerinnen und Schweizer schockiert.
Sturm und Hagel haben auch in Aarau grosse Schäden angerichtet, wie die Bilder zeigen.
Am Vormittag sind bei der Kantonspolizei Solothurn weit über 200 Schadensmeldungen eingegangen. Über Verletzte habe man aber noch keine Hinweise. Die Kantonspolizei sei noch dabei, sich einen Überblick zu verschaffen und werde am Nachmittag detaillierter informieren, hiess es weiter.
Auf Social Media-Kanälen veröffentlichten Userinnen und User Fotos von Hagelkörnern in Golfballgrösse.
Auch über dem Kanton Zürich hat sich eine heftige Hagelzelle entladen. Ein Video aus er Badi Büel in Wiesendangen ZH zeigt, wie stark das Unwetter war.
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Das hat Folgen: Die Badi bleibt gemäss Info der Verantwortlichen bis am Samstag um 12 Uhr geschlossen. Grund sind die angerichteten Hagel- und Sturmschäden.
Das heftige Gewitter hat in Grenchen SO erhebliche Schäden angerichtet. Der Krisenstab berät derzeit, ob das heute Freitag beginnende Grenchner Fest stattfinden kann. Dies erklären die Verantwortlichen auf Anfrage von Nau.ch.
Ein bereits aufgebautes Karussell wurde stark beschädigt und kann nicht betrieben werden. An der Bahnhofstrasse stürzten zudem mehrere Bäume um.
Das Unwetter hat Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Dieser ist zwischen Biel und Grenchen Süd derzeit unterbrochen.
Betroffen sind die Linien IC5, IR55 und S20. Derzeit verkehren auf der Strecke keine Züge. Die Einschränkungen dauern laut SBB voraussichtlich bis etwa 14 Uhr.
























