Airbus A220 lässt mit grösserer Variante weiter auf sich warten
Airbus A220 bleibt ein wichtiges Zukunftsprojekt des Konzerns. Eine Entscheidung über die grössere A220-500 steht jedoch weiter aus.

Das Programm Airbus A220 spielt weiterhin eine wichtige Rolle in den Planungen des europäischen Flugzeugbauers. Mit einer grösseren Variante will Airbus Fluggesellschaften künftig mehr Kapazität und bessere Wirtschaftlichkeitswerte bieten.
Zu den Befürwortern des Projekts zählt auch AirAsia, die bereits grosses Interesse an einer erweiterten Version signalisiert hat. Nach Angaben des Unternehmens könnte die grössere Ausführung insbesondere auf stark nachgefragten Strecken attraktive Einsatzmöglichkeiten eröffnen.
Wie «Aerotelegraph» berichtet, galt ein Programmstart der neuen Variante auf der Farnborough Airshow zeitweise als realistische Möglichkeit. Inzwischen haben sich die Erwartungen an eine kurzfristige Ankündigung jedoch deutlich abgeschwächt.
Airbus A220 soll effizienter werden
Intern wird offenbar eine vergleichsweise einfache Verlängerung des bestehenden Flugzeugmodells diskutiert, die ohne grössere technische Änderungen auskommen soll. Die geplante Variante könnte rund 180 Passagiere statt bisher etwa 160 Fluggäste befördern.
Dadurch würden die Kosten pro Sitzplatz sinken und die Wirtschaftlichkeit für viele Fluggesellschaften verbessert werden. Gleichzeitig könnte Airbus die Produktionskosten reduzieren und das bislang defizitäre Airbus-A220-Programm wirtschaftlich stärken.
«airliners.de» zufolge sieht Konzernchef Guillaume Faury den Start der grösseren Variante weiterhin grundsätzlich als wahrscheinlich an. Offen bleibt jedoch, wann aus Sicht des Herstellers der richtige Zeitpunkt für eine Markteinführung gekommen ist.
Offene Fragen bremsen Entscheidung
Mehrere Faktoren erschweren derzeit eine rasche Entscheidung über den Marktstart der neuen Version des Airbus A220. Diskutiert werden unter anderem mögliche Einschränkungen bei Reichweite und Leistung des Flugzeugs.

Zudem reagieren einige Leasinggesellschaften bislang zurückhaltend auf die Pläne für das neue Modell. Sie befürchten unter anderem Auswirkungen auf die Restwerte bestehender Flugzeuge aus der A320neo-Familie.
Wie «MarketScreener» berichtet, untersucht Airbus deshalb weiterhin verschiedene Markt- und Produktszenarien für den Airbus A220. Eine endgültige Entscheidung über die Einführung der A220-500 wurde bislang noch nicht getroffen.















