Airbus setzt auf autonome Helikopter und Ultralangstreckenjets
Airbus arbeitet an autonomen Hubschraubern und neuen Langstreckenflugzeugen. Beide Projekte sollen die Möglichkeiten der Luftfahrt erweitern.

Mit dem U145 präsentiert Airbus erstmals eine unbemannte Variante seines bewährten Mehrzweckhubschraubers H145 für verschiedene Einsatzbereiche. Der Erstflug des neuen Modells soll noch Ende 2026 mit einem Sicherheitspiloten an Bord erfolgen.
Das Fluggerät kombiniert künstliche Intelligenz mit moderner Sensorik und soll künftig weitgehend autonome Missionen übernehmen. Auf ein klassisches Cockpit wird verzichtet, wodurch zusätzlicher Raum für Fracht und technische Ausrüstung entsteht.
Neben Transportaufgaben sind auch Einsätze zur Überwachung sowie bei der Brandbekämpfung vorgesehen. Wie «Skynews» berichtet, prüft Airbus zudem den Einsatz des U145 als Trägerplattform für Drohnensysteme.
Airbus erweitert Einsatzmöglichkeiten
Der U145 soll sowohl zivile als auch militärische Missionen in unterschiedlichen Einsatzszenarien übernehmen. Besonders die Versorgung mit grösseren Frachtmengen über längere Distanzen steht dabei im Mittelpunkt.
Darüber hinaus kommen Anwendungen im Katastrophenschutz sowie bei sicherheitsrelevanten Aufgaben infrage. Auch die Zusammenarbeit zwischen bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen gewinnt für künftige Einsätze an Bedeutung.
Mit dem Projekt baut Airbus sein Angebot im Bereich autonomer Luftfahrtsysteme gezielt weiter aus. «MarketScreener» zufolge ist die Indienststellung der Plattform zu Beginn des nächsten Jahrzehnts vorgesehen.
Reichweite auf neuem Niveau
Parallel entwickelt Airbus neue Lösungen für den Passagierverkehr auf besonders langen Flugstrecken. Dafür absolvierte der erste A350-1000ULR kürzlich erfolgreich seinen mehrstündigen Jungfernflug in Toulouse.

Das Modell wurde speziell für Qantas Airways entwickelt und soll künftige Nonstop-Verbindungen ermöglichen. Geplant sind Direktflüge zwischen Australien sowie wichtigen Metropolen in Europa und Nordamerika.
Ein zusätzlicher Treibstofftank erhöht die Reichweite auf rund 18'500 Kilometer ohne Zwischenlandung. «CHIP» zufolge sind mit dem Flugzeug künftig Reisezeiten von bis zu 22 Stunden möglich.















