Grüne

    Franziska Grossenbacher (Grüne Mittelland-Nord) zur Verkehrswende

    Franziska Grossenbacher
    Franziska Grossenbacher

    Bern,

    In Bern stehen die Grossrat-Wahlen bevor. Franziska Grossenbacher kandidiert für die Grünen Mittelland Nord. Im Gastbeitrag erklärt sie, was ihr wichtig ist.

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    Mehr Velorouten statt Umfahrungen fordert Franziska Grossenbacher. - zvg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Franziska Grossenbacher kandidiert für die Grüne Mittelland-Nord für den Berner Grossrat.
    • Wird sie am 27. März gewählt, will sie sich für eine Verkehrswende einsetzen.
    • Was ihr wichtig ist, erklärt sie im Gastbeitrag.

    Das Gebot ist klar: Um die Klimaschutzziele zu erreichen, braucht es einen grundlegenden Wandel im Verkehr. Das Erdöl ist eine endliche Ressource und die Verbrennungsmotoren heizen das Klima auf. Fossilfreie Antriebe und vor allem die Reduktion des motorisierten Verkehrs sind Lösungen.

    Aber im Kanton Bern läuft es aktuell ganz verkehrt: Anstatt die Verkehrswende einzuleiten, wird dem motorisierten Verkehr der rote Teppich ausgelegt. Grosse Strassenbauprojekte sind in Planung, welche die vergangenen Fehler zementieren. Diesem Strassenbau-Wahn müssen wir jetzt etwas entgegensetzen.

    Klare Ausgangslage

    Die Schweiz hat sich unter dem Klimaübereinkommen von Paris dazu verpflichtet, die klimaschädlichen Emissionen gegenüber 1990 um die Hälfte zu reduzieren. Im Kanton Bern stimmten im September 2021 64 % dem Klimaschutz-Artikel in der Berner Kantonsverfassung zu.

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    Franziska Grossenbacher und Ursula Wyss auf dem Velo. - zvg

    Damit setzt sich der Kanton Bern zum Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. Auf der Ziel-Ebene scheint also alles klar: Es braucht rasch wirksame Massnahmen, um diese ehrgeizigen Klima-Ziele zu erreichen. Die Mobilität spielt dabei eine Schlüsselrolle, denn 40 % des CO₂-Ausstosses werden durch den motorisierten Verkehr verursacht.

    Der Kanton Bern im Strassenbau-Wahn

    Aber anstatt wirksame Massnahmen einzuleiten, ist im Kanton Bern der Strassenbau-Wahn ausgebrochen. Der Bund und der Kanton Bern planen millionenschwere Strassenausbauten: Für 250 Mio. Franken soll in Bern der Autobahnanschluss Wankdorf ausgebaut werden. Für weitere 250 Mio. Franken ist ein Ausbau der Autobahn im Grauholz auf acht Spuren geplant. 430 Mio. Franken bzw. 200 Mio. Franken kosten die Umfahrungen von Hasle und Oberburg im Emmental sowie Aarwangen, welche der Kanton Bern realisieren will.

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    Grossenbacher setzt sich für mehr Velowege ein. - zvg

    Dabei ist ist längst bekannt: Wer Strassen sät, erntet Verkehr. All diese Ausbauprojekte werden die Verkehrsprobleme nicht lösen. Jeder Strassenausbau, jede Behebung eines Flaschenhalses generiert zusätzlichen Verkehr, der dann wieder durch einen neuen Ausbau behoben werden muss. Diese Strassenausbau-Projekt ignorieren die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Klimaverträglichkeit. Wertvolles Kulturland wird zubetoniert. Die Bevölkerung leidet unter zusätzlichen Abgasen und Lärm.

    Stärkung des umweltfreundlichen Verkehrs

    Die Grünen Kanton Bern wehren sich gegen die aktuellen Planungen und verlangen ein Strassenbau-Moratorium. Die Millionen von Franken, welche Bund und Kanton in den Strassenbau investieren wollen, sollen umgelenkt werden in Investitionen für den umweltfreundlichen Verkehr.

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    Franziska Grossenbacher will auch im Grossrat voll in die Pedale treten. - zvg

    Wir brauchen einen starken ÖV und eine gute Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr. Damit können wir den Autoverkehr reduzieren und das Verkehrsproblem an der Wurzel anpacken. Deshalb braucht es dringend eine Stärkung der Grünen Kräfte bei den Grossrats-Wahlen.

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